Zukunft des Tapetenmuseums weiter offen

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Sanierungsbedürftig: Das Gebäude des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) am Brüder-Grimm-Platz soll zum Tapetenmuseum werden. Links ist die Torwache zu sehen, dort liegt der Sitzungssaal des VGH.

Kassel. Die Zukunft des Tapetenmuseums ist weiter offen. Bis auf Absichtserklärungen kann das Wiesbadener Kunstministerium unter Führung von Eva Kühne-Hörmann (CDU) so gut wie nichts vorweisen.

Nach ihrem Willen soll die zurzeit eingelagerte, kostbare Tapetensammlung des Landes nach dem Auszug des Kasseler Verwaltungsgerichtshofs (VGH) am Brüder-Grimm-Platz gezeigt werden.

Ob die Räume den Anforderungen an ein solches Museum genügen, Sanierung und Umbau des maroden 1950er-Baus wirtschaftlich vertretbar sind – auf diese und weitere Fragen gibt es noch immer keine Antwort.

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Mehr über das Tapetenmuseum im HNA-Regiowiki

Ein Sprecher des Kunstministeriums verweist auf Anfrage lediglich auf laufende „Abstimmungsgespräche innerhalb der Landesregierung“. Die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) sei zudem dabei, das Konzept für das Tapetenmuseum für den Standort Grimm-Platz zu überarbeiten. Die großflächigen Panoramatapeten sollen in einem Anbau gezeigt werden. Zu den Kosten könne man noch keine Angaben machen. „Die Finanzierung ergibt sich aus dem Konzept.“ Bis wann die offenen Fragen geklärt sein sollen, ist unklar. „Da gibt es keinen konkreten Zeitplan“, sagt der Sprecher.

Der VGH zieht in das ehemalige Finanzamt an der Goethestraße im Vorderen Westen. Dort wird mit dem Sozial- und dem Verwaltungsgericht, die ebenfalls dort angesiedelt werden, ein Justizzentrum geschaffen. Das sollte eigentlich am Brüder-Grimm-Platz entstehen. Doch das geplante Zentrum samt Erweiterungsbau erwies sich als zu teuer - auch weil die Sanierungskosten für den VGH-Altbau erheblich höher ausfallen, als die Planer erwartet hatten.

Das Tapetenmuseum sollte eigentlich neben dem neuen städtischen Grimm-Museum auf dem Weinberg gebaut werden, das 2015 eröffnet werden soll. Das Tapetenmuseum des Landes am Brüder-Grimm-Platz wird frühestens 2019/20 fertig sein.

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