Zurück zu altem Glanz: Neues Entrée und neuer Kellereingang für den Weinberg

Kassel. Schritt für Schritt wird er saniert und nähert sich langsam dem Bild des historischen Prunkstücks, das er einst war. Mehr noch: Die Planer um Gartenamtsleiterin Regula Ohlmeier haben sich für den Weinberg einige Extras ausgedacht.

Jetzt werden sie im Rahmen der laufenden Mauerreparaturen realisiert. Die Gesamtsumme für die Sanierung beträgt 300.000 Euro.

Künftig soll das gesamte an der Frankfurter Straße liegende Entrée des Weinbergs ein einladendes Gesicht bekommen. Es entsteht ein gefahrloser neuer Zugang zu den Kellern und ein gepflasterter Vorplatz. Um dafür Platz zu gewinnen, wird die bepflanzte Rabatte am Fuße des Hangs verschwinden.

Impressionen vom Kasseler Weinberg

Es wird in Zukunft einen bequemenen, gut ausgebauten Zugang zu der Keller- und Bunkeranlage geben. Der liegt dann - weniger gefährdet vom Verkehr auf der Frankfurter Straße als der derzeit genutzte Eingang - weiter stadtauswärts in Richtung Rondell.

Mehr Infos zum Weinberg finden Sie im RegioWiki.

Eine weitere Veränderung: Im Zuge der Arbeiten am neuen Eingang sowie der Sicherung des Hangs wird die vorhandene schmale Rampe ausgebaut. Zurzeit verläuft sie noch gefährlich schmal parallel zur Frankfurter Straße und führt den Berg hinauf in Richtung Rondell. Sie soll jetzt verbreitert werden und in Zukunft in der Mitte der Strecke eine Kehre machen und in Form eines V vom Vorplatz aus begehbar und für Rollstuhlfahrer befahrbar sein. Im Mai sollen die Gerüste am Weinberg verschunden sein, sagt Ohlmeier: „Dann ist die Sanierung abgeschlossen.“

Auch eine inhaltliche Veränderung wird es für den Weinberg geben und darüber ist Ohlmeier besonders glücklich: Feuerwehrverein und der Weinbergverein arbeiten zusammen und wollen in naher Zukunft nicht mehr getrennte, sondern gemeinsame Führungen über den Weinberg und durch die Keller anbieten. Ohlmeier: „Den Weinberg wieder aufzubauen, reicht nicht, er muss auch leben.“

Eine kriminelle Belebung des Weinbergs bereitet Ohlmeier zurzeit großen Kummer: Vandalismus. Unbekannte haben die gesamte vom Weinbergverein finanzierte Beleuchtungsanlage mit großer Gewalt zerstört. Auch ein Stromkasten fiel ihrer Zerstörungswut zum Opfer. Geschätzter Schaden: 6000 Euro. „Ich bin darüber fassungslos“, sagt Ohlmeier.

Von Christina Hein

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