Gremmels und Sänger zum Ergebnis des HNA-Abgeordneten-Tests

Nach HNA-Abgeordneten-Test: Zwei streuen jetzt Asche auf ihr Haupt

Gestehen Fehler ein: Timon Gremmels (SPD) ...

Kassel. Diesmal reagierte Timon Gremmels prompt und streute Asche auf sein Haupt. Per E-Mail bat der SPD-Landtagsabgeordnete aus Niestetal am Mittwoch um 6.46 Uhr um Entschuldigung dafür, dass er unserem Lockvogel Annika Trolp beim HNA-Abgeordneten-Test die beiden Antworten schuldig geblieben ist.

Die E-Mail Trolps mit den beiden Fragen zur Gesundheitspolitik seien ihm „schlicht und einfach durch die Lappen gegangen“, schreibt Gremmels, „das hätte nicht passieren dürfen“. Gremmels beteuert, dass es sich bei der Panne um eine „echte Ausnahme“ handelt. Anfragen von Bürgern würden von ihm sonst „schnell und direkt beantwortet“.

Lesen Sie hier die Antworten aus dem Abgeordneten-Test

Aus dem schlechten Abschneiden will der Abgeordnete Konsequenzen ziehen. „Ich werde diesen Vorfall zum Anlass nehmen, die E-Mail-Bearbeitung in meinem Büro anders zu organisieren.“

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Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Björn Sänger aus Ahnatal, der die Fragen von Annika Trolp ebenfalls nicht beantwortet hatte, räumt ein, dass „etwas komplett schiefgegangen“ ist. „Das ist ärgerlich, und ich denke, niemand ärgert sich darüber mehr als ich, weil ich - wie Sie auch richtig schreiben - den Menschen mehrere Kommunikationskanäle anbiete, die ja keine Einbahnstraßen sein sollen“, so Sänger.

Die Ergebnisse des Abgeordneten-Tests werden auch im Internet auf HNA online diskutiert. „Dass nur einige von den gut bezahlten Politikern sich richtig Mühe geben, ist doch eine Schande“, schreibt johannes. „Ich kann den guten Eindruck bezüglich Herrn von Zech nur bestätigen!“, sagt meint ... „Er engagiert sich sehr, insbesondere für seinen ländlichen Wahlkreis!“

Gleis 9 meint: „Das war ja nicht anders zu erwarten! Vielleicht sollte so ein Test vor den nächsten Wahlen noch mal durchgeführt und veröffentlicht werden. anonym vertritt eine andere Position: „Es ist schade, dass die Arbeit eines Politikers und sein Engagement für die Region scheinbar allein daran gemessen werden, ob eine Mail innerhalb von vier Wochen beantwortet wird.“

Die Landtagsabgeordneten Uwe Frankenberger (SPD) und Eva Kühne-Hörmann (CDU), die ebenfalls nicht auf unsere Fragen reagiert hatten, äußerten sich gestern nicht zu ihrem Abschneiden.

Im Internet ist es üblich, Spitznamen zu verwenden. Die E-Mail-Adressen sind der Redaktion bekannt.

Von Peter Ketteritzsch

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