Patienten werden in Kasseler Krankenhäusern behandelt

Zwei Verdachtsfälle auf Ehec in Region

Kassel. Ist nun auch unsere Region von den gefährlichen Ehec-Erregern betroffen? Seit Donnerstag gibt es zwei Verdachtsfälle. Ein Mann und eine Frau aus dem Landkreis Kassel sind an blutigen Durchfällen erkrankt und werden in Kasseler Krankenhäusern behandelt.

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Zwischen den beiden Fällen gebe es keinen erkennbaren Zusammenhang, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Dr. Karin Müller. Die beiden Patienten seien nicht lebensbedrohlich erkrankt und es gebe bislang kein Symptom des gefürchteten Hämolytisch-Urämischen Syndroms (HUS).

So könne man noch nicht sagen, ob die beiden Patienten im Alter zwischen 50 und 75 Jahren an dem gefährlichen Erreger erkrankt sind, der derzeit vor allem in Norddeutschland grassiert. Dazu müsse man zunächst die Typisierung der Bakterien abwarten, die einige Tage dauern kann. Dass die Erkrankung mit Ehec-Keimen in Verbindung steht, nimmt man an.

Unterdessen werden Lebensmittelproben, die von Veterinärämtern in ganz Hessen genommen wurden, im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) in Kassel auf Ehec-Keime untersucht. Vor allem eventuell belastetes Gemüse wird derzeit von sieben Mitarbeitern genau unter die Lupe genommen. So hofft man, die Quelle der Infektionen zumindest in Hessen zu finden. Da es sich dabei um aufwändige Untersuchungsverfahren handelt, könne es zwei bis sechs Tage, oft aber auch länger dauern, bis Ergebnisse vorliegen, sagte Laborleiter Dr. Thomas Böhm unserer Zeitung.

Fündig geworden sind bereits Forscher des Uni-Klinikums Münster. Sie haben den Ehec-Typ identifiziert, der für die Welle von gefährlichen Darminfektionen in Deutschland verantwortlich ist.

Amtsärztin Müller empfiehlt weiterhin, kein rohes Fleisch zu verzehren, rohes Obst und Gemüse gründlichst zu waschen und vor allem vor dem Essen und dessen Zubereitung die Hände gründlich zu waschen. (hei/dapd)

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