Stadt will eine Million zuschießen

Weg frei für zweite Eisfläche in Kassel: Ausschüsse empfehlen Neubau

Der Standort aus der Luft gesehen: Die zweite Eishalle soll voraussichtlich im Jahr 2019 auf dem Parkplatz links neben der bestehenden Eissporthalle errichtet werden, rechts die Kreuzung Frankfurter Straße/Am Auestadion. Archivfoto: Herzog / Flugschule Knabe Kassel

Kassel. Die Mehrheiten im Stadtentwicklungs- und im Finanzausschuss tragen den Bau einer zweiten Eisfläche in Kassel mit.

Geschätzte drei Millionen Euro soll der von Simon Kimm und Joe Gibbs / Kasseler Sportstätten KG geplante Neubau direkt neben der bestehenden Eissporthalle zwischen Damaschkestraße und der Straße Am Auestadion kosten. Eine Million Euro will die Stadt Kassel zuschießen.

Über das Vorhaben und die Ziele informierte Bauamtsleiter Volker Mohr am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss. Mit dem Neubau solle der parallele Übungsbetrieb der Eishockey-Profis und des Huskies-Nachwuchses aufrechterhalten werden. Die Eissporthalle könne zum Leistungszentrum des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) entwickelt werden. Zudem könne die neue Trainingshalle den öffentlichen Eislauf und kulturelle Veranstaltungen sichern, heißt es in der Vorlage.

Nach Mohrs Angaben sollen die privaten Halleneigentümer den Neubau finanzieren und realisieren. Die Größe der Fläche stehe noch nicht fest, auch die Frage der Parkplätze solle noch in dem Planungsprozess geklärt werden.

Die Kasseler Linke versagte ihre Zustimmung, forderte zunächst eine Planungsgrundlage. „Die Informationen aus den bisher erstellten Papieren bieten keine ausreichende Datenbasis für sachgerechte Entscheidungen“, begründete die Stadtverordnete Violetta Bock.

„Sache des Investors“

Das Finanz- und Betriebskonzept sei Sache des Investors, betonte Sozialdemokrat Volker Zeidler. „Was sie hier vorlegen, ist der klassische Antrag, wenn ich was verhindern will. Das verstehe ich nicht“, sagte Zeidler in Richtung Linke. Dieser Ansicht schloss sich unter anderem auch Eva Koch (Grüne) an: „Es geht um den Aufstellungsbeschluss. In der Vorlage steht alles drin, was wir zum jetzigen Zeitpunkt wissen müssen.“

Weniger Einigkeit herrschte unter den Fraktionen über den städtischen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro. Schon im Stadtentwicklungsausschuss hatten dazu CDU, AfD sowie Freie Wähler und Piraten noch Klärungsbedarf angemeldet. Im Finanzausschuss am Mittwochabend wurde der Zuschuss aber von der Mehrheit empfohlen.

Danach soll der Magistrat eine Nutzungsvereinbarung mit der Kasseler Sportstätten KG abschließen. Da die Million nicht im Haushalt 2017 veranschlagt ist, will die Stadt sie über eine Rückzahlung der Müllheizkraftwerk GmbH für das Jahr 2016 finanzieren.

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