Zwischenmiete: Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema

Viele Studenten gehen während ihres Studiums für ein Semester ins Ausland oder absolvieren ein längeres Praktikum außerhalb von Kassel oder. Zwei Mieten auf einmal können Studenten in der Regel aber nicht zahlen. Eine Zwischenvermietung ist da eine gute Lösung.

Damit eine Untervermietung reibungslos verläuft und es zwischen Mieter und Untermieter nicht zum Streit kommt, sollte einiges beachtet werden. Ingo Groß, Geschäftsführer des Mieterbundes Nordhessen, gibt Tipps.

Darf ein Mieter sein Zimmer untervermieten?

Ja, sofern der Hauptmieter zustimmt. In einigen studentischen Wohngemeinschaften gibt es einen Hauptmieter, in anderen sind alle Bewohner gleichberechtigte Mieter.

Sollte ein Vertrag abgeschlossen werden?

Mit einem schriftlichen Vertrag sind beide Seiten abgesichert. Häufig gibt es nur mündliche Absprachen, was bei Konflikten problematisch wird.

Was sollte im Vertrag stehen?

Die Laufzeit, die Höhe der Mietkosten und ein Protokoll über den Zustand des Zimmers und der Einrichtung gehören in einen Untermietervertrag. Es genügt ein Vordruck für normale Mietverträge.

Wer zahlt die Miete?

Der Mieter zahlt weiterhin die Miete; der Untermieter zahlt die vereinbarte Summe an den Mieter.

Muss der Vermieter zustimmen?

Der Vermieter kann einer Untervermietung nur widersprechen, wenn es triftige Gründe gegen den potenziellen Untermieter gibt, etwa wenn mit diesem bereits schlechte Erfahrungen gemacht wurden.

Wie sollten sich Mieter gegen Schäden absichern?

Vor Beginn und unmittelbar nach Ende der Phase der Untermiete sollten sich beide Parteien gemeinsam das Zimmer anschauen und Protokoll über den Zustand von zum Beispiel Möbeln, Fußböden, Wänden, Lampen und Steckdosen führen.

Wer haftet bei Schäden?

Geht aus den Protokollen hervor, dass der Untermieter etwas beschädigt hat, haftet er. Daher empfiehlt der Mieterbund jedem Mieter eine Privathaftpflichtversicherung. Gibt es keine Protokolle, müssen beide Seiten ihre Behauptungen beweisen. 

Wo ist die Grenze zwischen Abnutzung und Schaden?

Normale Spuren von Abnutzung wie etwa auf Parkettboden werden mit der Zahlung der Miete abgegolten. Fällt aber zum Beispiel ein heißes Bügeleisen auf einen Teppichboden und dieser wird beschädigt, muss der Untermieter dafür aufkommen.

Was kann der Mieter im Zimmer lassen?

Möbel und persönliche Dinge können im Zimmer bleiben, sofern deren Zustand vorher und hinterher im Protokoll vermerkt wird.

Was, wenn der Untermieter nicht zum vereinbarten Termin auszieht?

Da hilft laut Ingo Groß nur gerichtlich herausklagen. Den Untermieter einfach vor die Tür zu stellen, wäre verboten. (sdl)

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