Die 257ers aus Düsseldorf bespaßen ihr Kasseler Publikum

Sorgte für gute Stimmung: Die HipHop-Combo 257ers. Im Bild zu sehen sind die Rapper Shneezin (links) und Mike. Foto: Fischer

Kassel. Eine Mischung aus Ballermann-Atmosphäre, pubertären Witzen und Abrissbirnen-Charme. So lässt sich ein Konzert des Essener HipHop-Trios 257ers beschreiben.

Mit ihren „Mutanten“ - wie sie ihre Fans nennen - feierten sie am Dienstagabend im Musiktheater eine kunterbunte Party, frei von geistigen Höhenflügen, dafür mit viel guter Laune und Musik von ihrem aktuellen Album „Boomshakkalakka“.

Mit Hits wie „Warum“ und „Baby du riechst“ sorgten die 257ers, die sich aus den Rappern Shneezin, Mike und Keule zusammensetzen, erst für millionenfache Klicks auf Youtube und stürmten dann die Charts. Ihr im September erschienenes Album schaffte es auf Anhieb auf Platz eins. Die Texte handeln von jugendlichem Fäkalhumor, Suff, Kiffen und Party. „Hey, Baby, du riechst manchmal. Hey, Baby, du riechst nach Partynacht und Schweiß. Hey, Baby, du riechst nicht so wie all die andern. Und genau das macht mich heiß“, heißt es im Song „Baby du riechst“.

Ihre Mutanten hatten die Jungs im Musiktheater bestens im Griff. Das lag nicht nur an der Musik, sondern auch am „Rad des Schicksals“. An dem selbstgebauten Glücksrad durften ausgewählte Fans aus dem Publikum kräftig drehen, um am Ende Konzerttickets oder CDs zu gewinnen. Zwei Jungs mussten dabei erfahren, dass man mit etwas Pech auch verlieren kann, zum Beispiel wenn das Rad auf „Unten ohne“ stehen bleibt. So ging es für sie in Boxershorts von der Bühne zurück ins Publikum.

Die Stimmung wurde noch besser. Mitten im Saal bildete das junge Publikum plötzlich einen großen Kreis, um dann auf Kommando der 257ers wie wild aufeinander zuzuspringen und zu pogen.

Ganz offensichtlich haben sich die 257ers musikalisch dem Schwachsinn verschrieben, was anfangs witzig erscheint, nach dem fünften Lied eintönig wirkt und nicht jeden Musikgeschmack trifft.

Die Mutanten aber hatten offensichtlich bis zum Ende des Konzerts jede Menge Spaß, sangen jede Zeile mit, tanzten und kreischten, bis der Zauber irgendwann zu Ende ging und sich die Mutanten wieder in normale, junge Menschen zurückverwandelten.

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