Arcade Fire, Esperanza Spalding und Lady Antebellum stechen die Grammy-Favoriten aus

Abend der Außenseiter

Selten hat man Künstler mit ihren Trophäen so glücklich gesehen: Während Sänger Win Butler (links vorn) und seine Kollegen von der kanadischen Indierock-Band Arcade Fire ihre Grammys für das „Album des Jahres“ aus Freude in die Luft warfen, war die US-Jazz-Bassistin Esperanza Spalding sichtlich gerührt von ihrem Sieg in der Kategorie „Bester neuer Künstler“. Fotos: dapd

Los Angeles. Das einzige, was an diesem Abend normal war, war die völlig unnormale Lady Gaga. Die schrille US-Sängerin schlüpfte aus einem Riesen-Ei auf die Bühne des Staples Center in Los Angeles, wo am Sonntagabend die Grammys vergeben wurden. Lada Gaga bekam drei der begehrten Musikpreise, die anderen Favoriten erlebten hingegen böse Überraschungen.

Rapper Eminem war gleich zehnmal nominiert, durfte jedoch nur zwei goldene Grammofone mit nach Hause nehmen - und zwar nur in Nebenkategorien. Gleich fünf Preise gingen dagegen an die hier zu Lande wenig bekannte Band Lady Antebellum, die mit ihrem Country-Pop-Song „Need You Now“ abräumte. Beim Album des Jahres musste sich das Trio aus Nashville allerdings der kanadischen Band Arcade Fire und deren Meisterwerk „The Suburbs“ geschlagen geben.

Dass eine Indierock-Formation die Pop-Stars schlägt, hat es bei den Grammys selten gegeben. Und auch die Entscheidung in der Kategorie „Bester neuer Künstler“ war eine kleine Sensation: Statt des Teeniestars Justin Bieber gewann hier die Jazz-Bassistin Esperanza Spalding, die im vergangenen Jahr mit einem famosen Auftritt das Kasseler Kulturzelt eröffnet hatte. Nun ist die 26 Jahre alte Amerikanerin in der Grammy-Geschichte der erste Jazz-Act überhaupt, der als Newcomer gefeiert wird.

Zum ersten Mal bei den Grammys dabei war Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger, der den Saal mit seiner Show zum Kochen brachte. Außerdem gab es Auftritte von Bob Dylan, Barbra Streisand, Katy Perry und Rapper Cee Lo Green.

Leer gingen bei der 53-Grammy-Verleihung die beiden nominierten Deutschen aus: der Filmmusik-Komponist Hans Zimmer und der Bassist und Grafiker Klaus Voormann, der in der kuriosen Kategorie „Deluxe-Version eines Albums“ der US-Rockband White Stripes den Vortritt lassen musste. (mal/dpa)

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