Die bekanntesten Musicals verzauberten in der Stadthalle

Aber bitte mit Sahne

Aus „Phantom der Oper“: Christine (Diane Lübbert) und das Phantom (Ottó Magócs). Foto: Malmus

Kassel. Es versprach ein Abend der großen Gefühle zu werden: Geladen hatte die Broadway Musical Dance Company in die Stadthalle zur glamourösen „Nacht der Musicals“. Auf dem Programm die schwelgendsten Ohrenschmeichler weltbekannter Klassiker, wie „Phantom der Oper“, „Cats“ und „Evita“, aber auch schillernde Inszenierungen von Kassenschlagern der Filmgeschichte wie „Dirty Dancing“, „Sister Act“ und „König der Löwen“.

Und tatsächlich wurde es ein Abend der großen Stimmen. Sie gehörten augenscheinlich zur Crème de la Crème der internationalen Musical-Darsteller, die Sänger und Tänzer, die in fliegendem Wechsel zwischen Kostümen und Rollen vor minimalistischer Kulisse in die unterschiedlichsten Welten entführten.

Rockige Popsongs in Barockkleidern gab’s bei „Falco meets Amadeus“, Urwaldstimmung entfachte der nur mit einem Lendenschurz bekleidete „Tarzan“, und spätestens bei „We Will Rock You“ kochte die Stimmung in den voll besetzten Zuschauerreihen.

Star des Abends war Eva Karner, eine der Hauptdarstellerinnen und künstlerische Leiterin der Show. Ob in der deutschen Version der Bonnie-Tyler-Ballade „Total Eclipse Of The Heart“ in „Tanz der Vampire“ oder als lyrische Evita: Selbst in luftiger Höhe schmetterte Karner mit einer Bruststimme, die man ohne Übertreibung mit Whitney Houston und Leona Lewis vergleichen kann.

Fast ein wenig zu schnell für Auge und Sinn war die Abfolge der einzelnen Darbietungen. Und so waren schauspielerische Einlagen ein willkommener Ruhepol. Besonders lustig wurde es, als der Südtiroler Martin Werth als lasziver Transvestit in Strapsen und Corsage in „The Rocky Horror Show“ mit dem Publikum flirtete: „Seht ihr mich auch dort hinten auf den billigen Plätzen? Wartet, ich komme zu euch, Schätzchen!“

Und prompt hatte der Scheinwerfer auch schon zwei Herren ausgewählt, die ihm von der Bühne helfen mussten. Am Ende sang der ganze Saal zu den Evergreens von Udo Jürgens in „Ich war noch niemals in New York“. Dafür gab es Ovationen.

Von Carolina Rehrmann

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