Neu im Kino: Die irische Polizeikomödie „The Guard“

Cop auf Abwegen

Unkonventionell: Brendan Gleeson als Polizist Boyle. Foto:  dapd

Connemara ist der Inbegriff irischer Post-kartenidylle: grüne Wiesen, sanfte Hügel und eine pittoreske Küste. Hier am westlichsten Rande Europas regiert Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) als exzentrischer Gesetzeshüter, der in der provinziellen Einöde eine etwas überentspannte Vorstellung von Gesetz und Ordnung entwickelt hat. Die phlegmatische Haltung zur beruflichen Existenz wird empfindlich gestört, als in Boyles Zuständigkeitsbereich eine Leiche mit zerknüllten Bibelseiten im Mund und einem Blumentopf zwischen den Beinen gefunden wird.

Damit nicht genug, fliegen auch noch die amerikanischen Bundespolizisten ein, die an der irischen Westküste einen internationalen Drogenschmugglerring aufspüren wollen. Der smarte FBI-Agent Wendell Everet (Don Cheadle) hat die Ermittlungen übernommen, und Boyle lässt sich nur widerwillig auf eine Zusammenarbeit mit dem afroamerikanischen Kollegen ein.

Auf der Basis eines typischen Polizeifilms, der ein ungleiches Ermittler-Duett zusammenschweißt, entwickelt der irische Regisseur John Michael McDonagh in „The Guard“ eine tiefschwarze Thriller-Komödie, die vor allem durch ihre Besetzung überzeugt.

Brendan Gleeson und Don Cheadle haben sich in ihrer Karriere jenseits des Mainstreams ein hohes Maß an schauspielerischer Integrität erarbeitet und tanzen hier mit sichtbarer Spielfreude als optimales Gegensatzpaar umein-ander. Hinzu kommen die scheinbar lässigen, aber präzise gearbeiteten Dialoge.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!!:

Von Martin Schwickert

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