Alle sind glücklich beim Göttinger Soundcheck-Festival

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Ein Höhepunkt beim Soundcheck-Festival: Der Auftritt der Sportfreunde Stiller, hier Sänger Peter Brugger.

Göttingen. Es ist heiß in der ausverkauften Göttinger Lokhalle. Alina Süggeler, die Sängerin von Frida Gold, hat sich den Temperaturen gemäß gekleidet.

Sie eröffnet in einem gehäkelten Hauch von Nichts vor 5000 Fans das große Abschlusskonzert des NDR-2-Soundcheck-Neue-Musik-Festivals, welches Göttingen drei Tage lang in eine große Bühne für vielversprechende Jungtalente aus der Musikszene verwandelt hatte.

Und während ein Teil des Publikums sich noch verträumt an den Auftritt des britischen Kuschelsängers Passenger erinnert, der am Nachmittag im Deutschen Theater aufgetreten war, legen Frida Gold mit ihren eingängigen Electropop-Nummern einen sympathischen Aufritt hin, die Zuschauer singen mit, Programmdirektor Thorsten Engel freut sich: Sämtliche Künstler von Biffy Clyro über Birdy und Bastille seien von der guten Atmosphäre begeistert gewesen. Ed Sheeran, der 2012 aufgetreten war, hatte das Festival derart beeindruckt, dass er es mit Nachdruck an seinen guten Kumpel Passenger weiterempfahl - dieser sagte daraufhin seinen Auftritt zu.

„Wir sind deutlich angekommen mit diesem Festival“ resümiert Engel zufrieden. Das Konzept, eine City-Bühne auf dem Göttinger Wochenmarkt zu errichten und diesen zum Herzen der Veranstaltung werden zu lassen, sei voll aufgegangen, das Theater als Spielort sieht er als „großartige Bereicherung“.

Auch Bosse, der zweite Act des Abschlusskonzerts, findet Göttingen richtig gut. „Überall so viele junge Menschen und auch ein paar alte!“, stellt der gebürtige Braunschweiger zu Beginn zutreffend fest, dann legt er los, springt gut gelaunt über die Bühne und performt Songs wie „So oder So“ und „Schönste Zeit“. Wieder stimmt das Publikum mit ein, ein weiterer glücklicher, nassgeschwitzter Künstler kehrt in den Backstage-Bereich zurück.

Es geht auf hohem Niveau weiter: Nach Revolverheld, die es ebenfalls „sehr warm und feucht“, aber ihren Gesichtern nach zu urteilen auch ziemlich gut auf der Bühne finden, sind die Sportfreunde Stiller an der Reihe. Spätestens als ihnen die gesamte Halle mit „Ein Kompliment“ in gesungener Form ihre Zuneigung bekundet, ist es auch um diese Band geschehen, Sänger Peter Brugger formt mit seinen Händen ein kleines Herz und grinst zufrieden. Alle sind glücklich, auch Energiebündel Stefanie Kloß von Silbermond, die mit ihrer Band das Konzert abschließt und sogar ein Bad in der Menge nimmt. Bei „Krieger des Lichts“ leuchtet die Lokhalle ein letztes Mal auf, dann ist das Soundcheck-Festival zu Ende.

Die Planungen für nächstes Jahr laufen bereits, Start ist am 11. September. Einen Wunschkandidaten für das Finale hat Engel schon. Wer zweimal ein so gutes Gespür in Sachen Musik bewiesen hat, wird sicher auch ein drittes Mal richtig liegen.

Von Hannah Becker

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