Rockmusik spielte das schräge Duo Das Pack im Kulturzentrum Schlachthof

Es war vor allem laut

Erinnert an Bela B.: Fred Timm, der Sänger und Gitarrist von „Das Pack“ nennt sich Pensen. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Laute Rockmusik zu ironischen deutschen Texten wurde am Mittwoch im Kulturzentrum Schlachthof geboten. Dort gastierte ein neues Duo um den Monsters-of-Liedermaching-Sänger Fred Timm alias Pensen aus Hamburg: Das Pack. Und Musiker „Flozze“ spielte dazu in alter Trio-Manier stehend Schlagzeug.

Pensens Stimme erinnerte häufig an Bela B., und so war die Schublade für den Abend auch schnell gefunden. Weil sie sich aber partout nicht in eine solche einsortieren lassen wollten, erklang als Intro ein kruder Mix von AC/DC bis Oliver Onions. Egal was sie taten, die Jungs hatten ihr Publikum schnell unter Kontrolle, es wurde fröhlich mitgesungen und mitgeklatscht.

Die Texte des Duos sollten das Salz in der Suppe sein - diese konnte man aber nur per Internet erforschen, sie blieben dem Besucher, der mit der Musik nicht im Detail vertraut war, verborgen. Von Textfeinheiten verstand man gleich gar nichts. Schlagzeug und Gitarre waren viel zu dominant, der Gesang fand keinen Platz mehr darin. So blieb am Ende des Abends eher ein durchschnittliches, lautes Konzert im Gedächtnis. Die Fans vor der Bühne haben zwar eisern durchgehalten bis zum Schluss, der Raum leerte sich aber merklich während des zweistündigen Konzertes.

Vorab spielten Le Fly, ebenfalls aus Hamburg. Die sechsköpfige Band präsentierte „St. Pauli Tanzmusik“. Trikots des dazugehörigen Fußballvereins waren zu sehen, die Initiative „Viva Con Agua“, die für Brunnenprojekte in fernen Ländern Geld einsammelt, war vor Ort aktiv. Musikalisch bewegte sich das irgendwo zwischen Reggae, Hip Hop, Ska und Rock, früher hätte man vielleicht Crossover gesagt.

Von Henning Beste

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