Alles nur erfunden: Ein lustiges Lexikon

Eigentlich gibt es keinen Grund mehr, sich ein dickes Lexikon in den Buchschrank zu stellen. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia ist aktueller als der Brockhaus, laut Studien genauso zuverlässig, und als App auf dem Smartphone sieht sie auch noch besser aus.

„Die große Brocklaus“ aber sollte man trotzdem haben. Axel Fröhlich, Oliver Kuhn und Alexandra Reinwarth haben ein ganzes Lexikon voller erfundener Begriffe, Namen und Länder zusammengestellt.

Das ist nicht nur unglaublich komisch, sondern manchmal näher an der Realität als der echte Brockhaus, wie unsere Auswahl zeigt.

Brocksausen: Soziophobie, die die unüberwindbar scheinende Angst bezeichnet, ein dickes Buch (ab 600 Seiten) zu beginnen. Diezen: Bohrender Zweifel, ob man noch beim „Sie“ ist oder schon beim „Du“ war.

Hinterseer: Medizinisch-kosmetischer Fachbegriff für die Feuchtigkeit, die sich nach dem Sport in der Poritze sammelt. Ingwar: Bezeichnung für die letzte Schraube, die fehlt, um ein Ikea-Möbel fertig aufzustellen.

Privatnebel: Fachbegriff für das Anlaufen der Brillengläser, wenn man aus der Kälte in einen warmen Raum kommt. Souldaten: Menschen, die sich wegen ihres unterschiedlichen Musikgeschmacks hassen, manchmal sogar bekämpfen.

Tastosteron: Hormon, das ausgeschüttet wird, wenn man beim tastengesteuerten Auswahlmenü einer Telefon-Hotline fast am Ziel angekommen scheint und dann doch die falsche Taste drückt.

Wreder, Karl: Deutscher Fußballschiedsrichter, der auch Spiele der Champions League leitete und 1997 vom DFB seines Amtes enthoben wurde, als bekannt wurde, dass er unter angeborener und vollständiger Blindheit leidet. Wreder hatte versehentlich einen Linienrichter wegen angeblicher Tätlichkeit vom Platz gestellt.      

Die kurzweilige „Brocklaus“ ist das ideale Geschenk für alle Schlauberger, die meinen, schon alles zu wissen. Matthias Lohr Die große Brocklaus: Das komplett erfundene Lexikon. Droemer, 424 S., 20 Euro. Wertung: !!!!!

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