Die Uni-Bigband Göttingen im renovierten Theaterstübchen

Alles ist erleuchtet

Start im neu gestalteten Theaterstübchen: Markus Knierim (vorn) begrüßte beim Auftaktkonzert mit der XY-Bigband der Göttinger Uni die Besucher. Foto: Schachtschneider

Kassel. Von der Decke strahlten die Scheinwerfer, auf den Tischen die Kerzen, am stärksten aber strahlte der Chef Markus Knierim. Das neu gestaltete Theaterstübchen hatte am Dienstag zum Eröffnungskonzert geladen. „Mein Traum, auf den ich 25 Jahre hingearbeitet habe, wird endlich wahr“, offenbarte Knierim sichtlich berührt den Gästen in einer kurzen Ansprache.

Der Club in der Jordanstraße ist mehr denn je ein Schmuckstück. Dschungelaura mit Pflanzen, Palmen und lebensgroßer Tigerattrappe durchzieht den Saal. Neu gepolsterte Stühle sorgen für mehr Komfort. Auch viel mehr Platz hat das neue Innenleben zu bieten. Wände wurden dafür herausgebrochen. Die Technik - Boxen, Mischpult und vieles mehr - wurde ausgetauscht und durch Spitzenqualität ersetzt.

An einen Tanzpalast aus den goldenen Zeiten des Swing fühlte man sich gar erinnert, als die XY-Bigband der Uni Göttingen unter der Leitung von Detlef Landeck aufspielte. Eine ganze Bigband auf der Bühne des Theaterstübchens? Früher undenkbar, nun kein Problem mehr. Über acht Meter lang und über drei Meter tief misst die neue Künstlerpromenade.

20 Musiker hatten sich dort versammelt, um die zahlreich erschienenen Besucher mit Klangperlen der Bigband des legendären US-Trompeters Thad Jones und des Schlagzeugers Mel Lewis zu begeistern. Mit tollem Schwung und mitreißendem Sound strahlte die Bigband Stücke wie „Dedication“, „Told you so“ oder „Tree Frog“ von der neuen Bühne.

„Eine Elite-Bigband“, wie Landeck augenzwinkernd verkündete: „Wir haben Studenten, Ex-Studenten, Professoren und Gäste dabei.“ Gerade Letztgenannte setzten sich immer wieder prächtig in Szene. Saxofonist Rolf Rasch zum Beispiel, der nicht nur bei „Groove Merchant“ seine solistischen Fähigkeiten demonstrierte. Ebenso großartig mischten Schlagzeuger Bernd Nowotnik und Pianist Gregor Kilian mit. Fazit: Ein tolles Konzert in einem Jazzclub zum Schwärmen.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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