Der deutsche Produzent Alex Christensen beschuldigt die britische Band des Plagiats

Alles nur geklaut bei Coldplay?

Alex Christensen weiß, worauf es ankommt im Pop. Vor drei Jahren landete der Hamburger Produzent mit „Du hast den schönsten Arsch der Welt“ einen Hit. Im Video saß der Musiker („Das Boot“) lässig in einem Sessel und begutachtete die Hintern vorbeistolzierender Models. Das alles bewies: Manchmal ist ein Po im Musikgeschäft wichtiger als ein cooler Beat.

Auch eine Schlagzeile ist manchmal besser als ein gutes Lied. Gerade meldete „Bild“: „Alex Christensen will Coldplay verklagen.“ Das ist insofern bemerkenswert, als Coldplay mit Hits wie „Viva La Vida“ eine der größten Rockbands ist, während Christensen beim Eurovision Song Contest 2009 als Alex Swings Oscar Sings! und mit dem schlimmen Beitrag „Miss Kiss Kiss Bang“ Fünftletzter wurde.

Christensen beschuldigt das britische Quartett des Plagiats, weil dessen neue Single „Teardrop Is A Waterfall“ wie sein Eurodance-Stück „Ritmo de la Noche“ klinge, mit dem die Formation Chocolate und Verona Feldbusch (heute Pooth) 1990 einen Hit landeten.

Zwar klingt das am 3. Juni veröffentlichte Lied tatsächlich ein bisschen nach „Ritmo de la Noche“, noch viel mehr jedoch nach „I Go To Rio“ des Australiers Peter Allen aus dem Jahr 1976, worauf ja auch Christensens Sommersong basiert.

Tatsächlich haben Coldplay für den ersten Vorboten ihres in diesem Jahr erscheinenden Albums Allen um Erlaubnis gefragt und diese bekommen. Ein Sprecher der Band erklärte, dass Sänger Chris Martin durch Alejandro González Iñárritus Kinodrama „Biutiful“ zu dem Lied inspiriert worden sei. Dort erklingt es in einer Nachtclubszene als Hintergrundmusik.

In der Muppet-Show wurde „I Go To Rio“ übrigens schon von Froschpuppen gesungen, womit wir wieder bei Christensen wären: In die Muppet-Show würde der auch gut passen.

Von Matthias Lohr

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