Die New York Gospel Stars traten in der Kreuzkirche auf

Alles war „glucklisch“

Power war die Devise des Abends: Zwei der New York Gospel Stars in der Kreuzkirche. Foto: Zgoll

KASSEL. Im Januar rollte eine Gospelwelle über Kassel hinweg. Nach Konzerten mit dem Oslo Gospel Choir in der Stadthalle und „The Best of Black Gospel“ in der Christuskirche traten am Montagabend die New York Gospel Stars in der Kreuzkirche auf. Die vier Sängerinnen, drei Sänger und zwei Musiker starke Truppe von der anderen Seite des Atlantiks verstand es vom ersten Moment an, das willige, dreihundert Köpfe starke Publikum aus der Reserve zu locken.

„Listen! Clasp your hands!“: Craig Wiggins, Chef und Moderator der Gospel Stars, moderierte, zum Teil mit einem drolligen Mischmasch aus Deutsch und Englisch. Die überaus stimmkräftige Truppe, aus der immer wieder Einzelne heraustraten, hat sich den traditionellen Gospel so zurechtarrangiert, dass er den bestmöglichen Effekt ergibt, mit dem Ursprung aber nicht mehr viel gemeinsam hat. Power, Power und noch mal Power war die Devise des Abends. Zwischentöne fehlten völlig.

Zu hören bis Manhattan

Jede Stimme für sich kann so aufdrehen, dass nicht viel fehlt, um sie auch in Manhattan noch zu hören. Und je lauter der Klang, desto lauter der Beifall. Ein einfaches Rezept. Man bekam geboten, was man erwartete: „This little light of mine“, „O happy day“ („Alles ist glucklisch!?“), „Kumbayah, my Lord“.

Nach der Pause hatten die sieben Sängerinnen und Sänger ihre Chorkleider im Stil eines anglikanischen Kathedralchors abgelegt und gegen Abendgarderobe eingetauscht. „Amazing Grace“ kam dann ziemlich schräg und gefühlsarm daher. „Go, tell it on the mountains“ wurde zum Sängerwettstreit zwischen der linken und rechten Hälfte des Kirchenraums ausgerufen.

Zum Abschluss dann wieder keine Überraschung: der Ohrwurmgospel ohne Unterleib, „I will follow“ aus dem Film „Sister Act“.

Das Konzert war die 42. Station der 75 Orte umfassenden Wintertournee der New York Gospel Stars durch Deutschland. Am Montagabend war ihr Kasseler Konzert, gestern war die Truppe in Gießen, heute ist sie in Karlsruhe, morgen in Stuttgart …

Von Johannes Mundry

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