Alte Legenden: Das Ana Alcaide Trio in der Kasseler Kreuzkirche

Alte Legenden, alte Instrumente: Weltmusik mit (von links) Bill Cooley, Ana Alcaide und Rainer Seiferth. Foto: Fischer

KASSEL. Auf ein erfreuliches Publikumsinteresse stieß das jüngste Konzert der Weltmusik-Reihe in der Kasseler Kreuzkirche, waren doch 200 Zuhörer gekommen. Weniger erfreulich war indes, dass es sich um die vorletzte Veranstaltung der seit 2003 bestehenden Reihe handelte. Die Reihe wird am 21. Februar ihr letztes Konzert haben, gab der langjährige Weltmusik-Koordinator Valentin Reinbold bekannt.

Diesmal hat Reinbold nochmals klingende Delikatessen für die Kreuzkirche gewonnen. Die servierte die spanische Sängerin, Liederschreiberin und Nyckelharpa-Spielerin Ana Alcaide mit sanft-meditativen bis rhythmisch zupackenden Musikstücken. Schon in der Pause herrschte ein reges Treiben am CD-Stand der Künstlerin.

Das Besondere an Ana Alcaide, die nebenbei eine studierte Biologin ist: Sie integriert das alte, aus Schweden stammende Streichinstrument Nyckelharpa in die spanische Musik. Doch auch sonst gab’s unterschiedliche Tonfälle, sephardische, keltische. Mal klang die Musik südlich, mal glaubte man, dass Braveheart über die Highlands reitet. Immer apart dabei der schlank-silbrige Ton der Nyckelharpa, der noch mehr einnahm als ihre Stimme.

Ana Alcaide tauchte ein in die Welt der Legenden, erzählte von weiblichen Sagenwesen, etwa in der schaurigen Geschichte um den Berg „La Mujer Muerta“. Neben dem Gitarristen Rainer Seiferth begleitete sie der Multiinstrumentalist Bill Cooley, der neben Oud und Perkussion ein Psalterium dabeihatte. Diese Urform von Zither und Hackbrett hört man auch nicht alle Tage.

Letztes Konzert der Weltmusik-Reihe: Svavar Knutur – Singer/Songwriter aus Island. Sonntag, 21. Februar, 18 Uhr, Kreuzkirche.

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