Fotografien von Mario Zgoll, Olaf Jordan und Stephan Rech in der Galerie Ramex

Drei Fotografen in der Galerie Ramex: Mit dem anderen Blick

Wie ein Gemälde: Digital bearbeitete Fotografie von Olaf Jordan. Foto: De Filippo

Kassel. Die in Nordhessen bekannten Fotografen Mario Zgoll, Olaf Jordan und Stephan Rech präsentieren ihre Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Ramex - mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen.

Während sich viele Fotografen auf die Abbildung der Wirklichkeit konzentrieren, schafft Olaf Jordan in seinen Bildern eine eigene „Realität“.

Seine Fotografien, die zurzeit in der Galerie Ramex in einer Gemeinschaftsausstellung mit Stephan Rech und Mario Zgoll zu sehen sind, hat er stark digital bearbeitet. Für ihn wichtige Motive betont er, indem er andere Bildelemente entfernt.

So laufen auf einem seiner Bilder lediglich zwei Personen eine Brücke entlang, und auf einem anderen scheinen Menschen wie Schatten aus dem Nebel aufzutauchen. Eindrucksvoll ist auch die Ansicht einer wilden Küste, die aus der Nähe wie ein Gemälde wirkt.

Wer denkt, Kassel zu kennen, der wird in Mario Zgolls Bildern ganz neue Seiten der Stadt entdecken. Der Fotograf liebt ungewöhnliche Blickwinkel und lässt so auch Gewohntes neu erscheinen. „Das kommt mir irgendwie bekannt vor“, wird wohl mancher Betrachter von Zgolls Arbeiten sagen, auch wenn sich das Motiv nicht immer sofort erschließt.

Andere Perspektiven

Statt ein Bauwerk oder ein Denkmal frontal zu fotografieren, sucht Zgoll andere Perspektiven. So wird auf einem Bild der Herkules zum unscharfen Hintergrund, auf einem anderen wird die Rückseite der Neuen Galerie zu einer interessanten Randerscheinung.

Ein optisch wunderbarer Gegensatz zu den Kassel-Aufnahmen sind Zgolls Ansichten New Yorks. Wie ein grüner Teppich liegen die Baumkronen des Central Parks zwischen den Hochhäusern.

Der Naturfotografie hat sich Stephan Rech verschrieben. Seine Aufnahmen beeindrucken durch die Nähe zum Objekt. Ein Leopard scheint dem Betrachter direkt ins Gesicht zu fauchen, auf einem anderen Bild ist jedes Gefieder-Detail eines Vogels erkennbar. Gräser und Blüten fotografiert Rech ebenfalls aus größtmöglicher Nähe und schafft durch gezielt gesetzte Unschärfe eine malerische Wirkung.

Bis 16. Mai in der Galerie Ramex, Lange Straße 87a, geöffnet montags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, samstags, 10 bis 13 Uhr, sowie an jedem ersten Sonntag im Monat von 13 bis 18 Uhr.

Von Pamela De Filippo

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