Voca People mit brillanter Show in Kasseler Stadthalle

Perfekte Show: Voca People aus Israel beim Auftritt in Kassel. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Solche Außerirdischen wie die, die am Dienstagabend in der gut gefüllten Kasseler Stadthalle notlanden mussten, kann man sich auf der Erde nur wünschen.

Vom Planeten Voca gestartet, entlud sich unterwegs ihr Energiespeicher. Zum Auftanken benötigten sie Musik. Da ihnen aber der irdische Klangkosmos und unsere Sprache unbekannt waren, wurden Menschen aus dem Publikum telepatisch angezapft. Das A-cappella-Ensemble Voca People kommt natürlich nicht aus den Tiefen des Weltraums, sondern aus Israel.

Hier agieren Künstler, die mit ihrer Energie, ihrem Spaß und ihrem Können für pure Lebensfreude stehen. In weißen Masken und weißen Anzügen präsentierten drei Sängerinnen, zwei Sänger und zwei Beatboxer ein Programm zwischen mehrstimmigen Vocal-Arrangements, Comedy und Schauspiel-Einlagen, wobei dem Publikum nicht viel erspart blieb.

Die Gäste aus der ersten Reihe waren alle mal dran. Ein junges Mädchen wurde auf der Bühne mit einem Boygroup-Medley umgarnt. Drei Männer konnten bei dem Song „Lollipop“ und erotischen Avancen nur mühsam Haltung bewahren. Partner wurden umgesetzt und getauscht, da nach Analyse der Band andere Personen besser zusammen passen würden. So entstand ein perfekt organisiertes Chaos mit grandiosen Songblöcken und einem fantastischem Timing ohne Längen oder Peinlichkeiten.

Manchmal blitzten nur Sekunden dauernde Hitfragmente aus dem riesigen Fundus bekannter Melodien auf. Von Opernarien, klassischen Motiven bis zu den Black Eyed Peas war die Musikbox prall gefüllt.

Filmklassiker, Schlager, Pop und Evergreens wurden kraftvoll und originell intoniert und choreografiert. Die „Bohemian Rhapsody“ (Queen) als A-cappella-Klassiker durfte natürlich nicht fehlen. Die Ausgewogenheit in allen Bereichen machte den Besuch des Voca-People-Konzertes zu einem spektakulären Erlebnis und nach jahrelanger Eintönigkeit im weihnachtlichem Kulturprogramm gehörte dieses Gastspiel zu den Höhepunkten 2013.

Das empfanden auch die vielen stehend applaudierenden Gäste so, wovon jemand bemerkte: „Die sind so gut, die kommen doch wirklich von einem anderen Stern.“

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