Film läuft am Zweiten Weihnachtsfeiertag

Angst vorm bösen Wolf: Märchen-Neuverfilmung verzaubert

Gemeinsam auf der Schaukel: Die Großmutter (Marie Gruber) und das Rotkäppchen (Amona Aßmann). Foto:  hr

Kassel. Die Oma des Rotkäppchens wohnt ganz allein im Wald und dort hat sie so viel Zeit, dass sie das Popcorn erfindet. Zumindest im HR-Märchenfilm „Rotkäppchen“, der dieses Jahr gedreht wurde und Weihnachten im Fernsehen zu sehen ist.

Er läuft am 25. Dezember ab 15.40 Uhr im Ersten. Vorab sehen ihn aber heute schon Ticketgewinner im Kasseler Kino Cineplex-Capitol.

Obwohl jeder das Märchen des Rotkäppchens kennt, schafft es der Film, zu fesseln. Dabei wirkt die Geschichte nicht düster, sondern heiter und fröhlich. Dafür sorgen Amona Aßmann als Rotkäppchen, Marie Gruber als wunderliche Großmutter und Nina Vorbrodt (bekannt aus der Comedysendung „Sechserpack“) als leicht dümmliche Frau Bürgermeisterin. Sie versucht französisch zu sprechen und hat generell leichte Wortfindungsstörungen.

Marie Grubers Großmutter raucht Pfeife und flucht, bis sie vom bösen Wolf gefressen wird. Im grauen Wolfskostüm mit Wolfsohren hatte Edgar Selge („Polizeiruf 110“) zunächst versucht, das Rotkäppchen zu erschrecken. Das mutige Mädchen hat jedoch gar keine Angst vor dem alten Wolf. Das stürzt das Grautier fast in eine Lebenskrise. Die nützt Rotkäppchen allerdings nichts, denn durch eine List landet auch sie im Magen des Wolfes. Wie gut, dass es den feschen Jäger Josef (Felix Klare, bekannt als Kommissar im Stuttgarter „Tatort“) gibt. Der löst am Ende das Problem mit dem Wolf gemeinsam mit Rotkäppchens Freund Anton (Chiron Krase).

Der Jäger kann schließlich mit Rotkäppchens Mutter Annemarie (Zora Thiessen) beruhigt auf das Kirchfest in Melsungen gehen, auf das er sie in den ersten Szenen eingeladen hatte. Gedreht wurde der HR-Film im fränkischen Freilandmuseum Fladungen sowie in der hessischen Rhön und im berühmten nordhessischen Reinhardswald. Der Wald mit seinen dichten Bäumen wirkt verzaubert, wenn das Rotkäppchen barfuß durch ihn hindurchstreift. Es geht über Stock und Stein bis zu einer Lichtung mit Blumenmeer. Amona Aßmann spielt frech, so wie man sich das mutige Rotkäppchen, das allein durch den Wald streift, vorstellt. Wunderschön sind auch die computeranimierten Marienkäfer, die dem Rotkäppchen in einer Szene helfen, den Wolf zu vertreiben.

Regie beim „Rotkäppchen“ führte Sibylle Tafel nach einem Drehbuch von Anja Kömmerling und Thomas Brinx.

ARD, Erster Weihnachtsfeiertag, 15.40 Uhr

Von Nicole Flöper

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.