TV-Kritik zum Tatort aus Wien: "Tolle Ermittlerin"

Kassel. Die neue Tatort-Saison hat begonnen. Als ersten neuen Krimi nach der Sommerpause strahlte die ARD einen Beitrag aus Wien aus. Dazu eine TV-Kritik von HNA-Redakteurin Bettina Fraschke:

Adele Neuhauser ist wieder wundervoll als Bibi Fellner. Schön, dass Uli Brée (Drehbuch) und Harald Sicheritz (Regie) die persönliche Geschichte der Ermittlerin weitererzählen, die im großartigen letzten Österreich-„Tatort: Angezählt“ über Sexsklavinnen in bewegenden ersten Facetten enthüllt wurde. So gut ist die Ausgabe „Paradies“ am Sonntag allerdings nicht. Solide Qualität, aber nichts Herausragendes präsentierte das Erste zum Start in die neue „Tatort“-Saison.

Wie Bibi Fellner unversehens mit ihrem sterbenden Vater im Altenheim konfrontiert war, mit Kinderbildern, die er - wider Erwarten - aufgehoben hat, mit jenem Wirtshaus, das er einst betrieben und wo er sie nicht nur einmal heftigst verdroschen hat - das war aufwühlend für die Ermittlerin. Die sich dann entspinnende eigentliche Krimihandlung um ein paar Rentner, angeführt von Peter Weck, dem der Ausflug ins seriöse Fach gut gelang, die ihre mickrige Pension mit Drogenschmuggel aufbessern wollten, blieb zu oft im Ungefähren, Unglaubwürdigen.

Und die Erkläreinschübe des örtlichen Polizei-Kollegen zur Herstellung und Wirkung der gefährlichen Trenddroge Crystal Meth waren wieder arg volkshochschulhaft. fra@hna.de

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