TV-Kritik zum Dortmunder Tatort: "Fürsorglich begleitete Charaktere"

Der Dortmunder Tatort profitiert vom Eintauchen in die Psyche seiner Kommissare, findet HNA-Redakteurin Bettina Fraschke. Da wird der Mordfall fast zur Nebensache. Die Kritik zum aktuellen Tatort.

Kommissar Faber scheint sich langsam in den Griff zu kriegen. Das ist die eine gute Nachricht aus dem Dortmunder „Tatort: Hundstage“. Die andere: Dieser Ermittler ist eine so interessante Figur, dass Fabers Bewältigungsstrategien der mentalen Krisen auch weiterhin überaus betrachtenswert sein werden. 

Das bewiesen Autor Christian Jeltsch und Regisseur Stephan Wagner. Es gibt für diese besondere Kommissarfigur – und für den außergewöhnlichen Darsteller Jörg Hartmann – eben mehr als nur das Dauergenervtsein der ersten Dortmunder Folgen. Das ist vielversprechend. Das Anschauen lohnte vor allem wegen der Psychogramme der vier Kommissare. 

Ihre Geschichten nehmen traditionell großen Raum ein in Dortmund, doch es gab schon Folgen, wo das ewige Hin und Her zwischen den Vielleicht-doch-noch-Liebenden Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) nervig auf der Stelle trat oder die hotelbarorientierte Einsamkeit von Martina Bönisch (Anna Schudt) leicht überstrapaziert wurde. 

Nicht so hier, wo die Charaktere vorsichtig, fast fürsorglich begleitet wurden. Klasse. Der Fall kreiste um Hoffnungen, Lebenslügen und den Traum vom neuen Anfang. Er war durchaus interessant, wobei er leicht holzschnitthafte Züge hatte und daher einige Wendungen schon früh absehbar waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.