Tatort-Kritik: Weniger Thomalla wäre mehr

+
Tatort aus Leipzig

Die Tatort-Folge "Türkischer Honig" war völlig überkonstruiert und reine Zeitverschwendung. Am meisten nervt in Leipzig aber die Hauptdarstellerin, findet unser Kritiker Matthias Lohr.

"Für uns Tatort-Fans ist gerade die härteste Zeit des Jahres. Innerhalb von 15 Tagen sendet das Erste fünf neue Fälle. Weimar war lässige Unterhaltung, Kiel höchste Krimi-Kunst und Leipzig, was war das eigentlich?

„Türkischer Honig“ zeigte eindrucksvoll, dass weniger mehr ist. Weniger Tatort-Folgen würden dem ganzen Genre gut tun, weniger überfrachtete Handlung wäre besser für die Geschichten, und weniger Simone Thomalla würde jedem Film gut tun.

Andreas Pflüger (Buch) und Christine Hartmann (Regie) erzählten einen so konstruierten Plot um Türken in Leipzig, dass man keine Zeile dafür verschwenden sollte, ihn nachzuerzählen. Auch Josefine Preuß, die die bislang unbekannte Halbschwester von Kommissarin Eva Saalfeld (Thomalla) spielte, konnte diesen Tatort nicht retten.

Und dann war da noch die Hauptdarstellerin. Ich kann Simone Thomalla nicht ertragen. Immer denke ich, gleich kommt ihr Ex Rudi Assauer mit einem Veltins um die Ecke – wie einst in der Bier-Werbung. Die 48-Jährige ist ein mahnendes Beispiel dafür, dass man nicht zu viel an seinem Gesicht rumoperieren lassen sollte, um jünger auszusehen.

Und dann spielt sie jede Szene so unglaublich bedeutungsschwanger, als hätte sie noch nie gehört, dass weniger manchmal mehr ist. Können die Autoren nicht einfach noch eine Halbschwester in die nächsten Folgen reinschreiben, die Saalfelds Job übernimmt?" mal@hna.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.