Der Komiker Ralf Schmitz begeisterte mit Improvisationen in der Kasseler Stadthalle

Atemlos von Gag zu Gag

Setzt auf den Mitmachfaktor: Comedian Ralf Schmitz beim Auftritt in der Stadthalle Kassel. Foto: Schachtschneider

KAssel. Comedy und Improvisationstheater in Höchstgeschwindigkeit erlebten am Freitag die Besucher in der nahezu ausverkauften Kasseler Stadthalle. Beides bescherte ihnen ein atemlos über die Bühne hetzender und vor Spiel- und Kalauerfreude fast explodierender Ralf Schmitz.

„Aus dem Häuschen“ heißt das Programm des 40-jährigen Schauspielers, Musikers und Komikers. Es geht um Umzug und Renovierung, die Bühne gleicht einer Baustelle: Es stehen Farbeimer, Kisten, Umzugskartons herum, sogar eine Kloschüssel. Ebenso ein alter Sessel. „Der gehörte meiner Oma“, erklärt Schmitz, schlägt drauf. Es staubt: „Das ist die Oma.“

Mit dem Publikum ist Schmitz da längst warm. Mit dem Mikro ging er zuvor durch die Reihen und fragte: „Welches Renovierungsgeräusch stört Sie am meisten?“. Die Antworten verarbeitet er zu Kalauern. Per Zuruf lässt er sich Werkzeuge nennen. Als die meisten „Hammer“ rufen, zuckt er zusammen: „Alle Hammer? Nur Zombies in Kassel?“ Nächste Frage: „Was kann durch Handwerker kaputtgehen?“ „Die Ehe“, ruft einer. Schmitz freut sich: Das Publikum ist voll dabei. Dann möchte er von den Besuchern einen Ort der Begegnung haben. Die Wahl fällt auf „Kräuterladen“. Nun wird gespielt: er den Verkäufer, eine junge Frau aus dem Publikum die Kundin. Ihr Text erscheint auf Video, den Rest übernimmt Schmitz - und das mal als Verliebter, mal als Depressiver, mal als Choleriker. Das Publikum biegt sich vor lachen.

Bis zu zehn Minuten sind manche Besucher als seine Spielpartner auf der Bühne. So bei einer Flirt-Begegnung am Eiffelturm, zu der ein Pianist die musikalische Untermalung liefert. Zwischen Rock, Techno und Oper variiert der Musiker. Schmitz gibt nicht nur den durchgeknallten Romeo, sondern auch den wilden Sänger.

Doch damit der Verrücktheiten längst nicht genug: Mithilfe einer Bohrmaschine putzt er sich die Zähne, das Interview mit einer Besucherin, die er zu ihrem Hobby „Schießen“ befragt, präsentiert er anschließend auch noch in Gebärdensprache.

Weiterer Auftritt am 14. April 2016 in der Stadthalle Baunatal. Heute beginnt der Vorverkauf beim HNA-Kartenservice, Tel. 0561-203104.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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