Der texanische Gitarrist Bugs Henderson gastierte zum Auftakt der Blueswoche mit Band im Theaterstübchen

Auch bei den schnellsten Läufen ohne Hetze

Mit provozierender Lässigkeit: Bugs Henderson. Foto: Schachtschneider

Kassel. Harte Beats, eine brillante Gitarrentechnik und der ganze Facettenreichtum des Bluesrock: Beim Eröffnungskonzert zur Blueswoche im Theaterstübchen gab es kein Vorgeplänkel. Bugs Henderson stand auf der Bühne. Und die texanische Gitarrenlegende zeigte sofort, wo es musikalisch langgehen sollte für den Rest des Abends.

Mit minimalistischem Körpereinsatz spielte er atemberaubend schnelle Riffs im Wechsel mit Soloeinsätzen. Dabei nutzte er spielerisch alle Effektmöglichkeiten, die man mit einer Gitarre und einem bis an die Grenzen ausgesteuerten Verstärker erzielen kann.

Und mit dem Texaner Sean Frankhouser am Bass und Bruno Meeus aus Belgien am Schlagzeug hat Henderson musikalisch verlässliche Partner. Egal ob bei Eigenkompositionen oder gecoverten Songs wie Bob Dylans „Highway 61“, der 67-Jährige spielte die Stücke mit einer geradezu greifbaren Energie und diesem unverwechselbaren Mix aus Stakkatogitarre und sanften Tönen.

Dabei hatte es Henderson nie eilig, egal wie temporeich die Stücke waren. Selbst bei schnellen Läufen hetzte er nicht. Und stellenweise zelebrierte er jeden einzelnen Ton mit provozierender Lässigkeit.

In den Gesangsstücken konkurrierte die Stimme des Bluesrockers mit seiner Gitarre, ebenso präzise und messerscharf setzte er sie ein.

So richtig warm mit dem Publikum im nicht ganz ausverkauften Theaterstübchen wurde Henderson erst nach der Pause. In einem Medley präsentierte er seine Versionen einiger Beatles-Songs. Nach gut zwei Stunden Spielzeit intonierte er als Zugabe den Klassiker „Shake, Rattle and Roll“, und die Zuschauer sangen begeistert mit. Henderson verabschiedete sich mit dem Bluesrock-Kultsong „Suzie Q.“ und den Worten „Go home. Thank You“. Auch zu Konzertende gab es kein Geplänkel.

Heute, 20 Uhr, hat Theaterstübchen-Chef Markus Knierim Big Daddy Wilson zu Gast, am Donnerstag, 20 Uhr, gibt es mit Geoff Achison & The Souldiggers Blues aus Australien zu hören.

Von Ilona Polk

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