Gert, Willy und Marika - lauter Jubilare

Sonntagszeit-Rätsel: Fast 700 Leser fanden alle „Hundertjährigen“ heraus

Gert Fröbe

Als schwierig zeigte sich bei unserem Jubilarquiz in der Sonntagszeit die korrekte Schreibweise der acht gesuchten Persönlichkeiten, ihre Namen herauszufinden erwies sich für fast 700 Leser hingegen als unproblematisch.

Sie alle haben mitgemacht und per Post, Mail und Fax korrekte Antworten eingesandt. Die Gemeinsamkeit aller gesuchten Jubilare: Sie alle wurden vor 100 Jahren, nämlich 1913, geboren.

Nun also die Auflösung:

1. Er war 1958 in „Es geschah am helllichten Tag“ nach einer Dürrenmatt-Verfilmung ein Kindermörder und der Schurke „Goldfinger“ im gleichnamigen James-Bond-Film von 1964: Gert Fröbe (mit „t“!) , der 1988 an einem Herzinfarkt starb.

2. Regierender Bürgermeister in Berlin, Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger, fast ein Vierteljahrhundert SPD-Vorsitzender: Willy Brandt (mit „y“ und „dt“!) war ein großer deutscher Politiker. Dass die Berliner Pleite-Flughafen-Baustelle seinen Namen trägt, hat er nicht verdient. Er starb 1992.

3. Die berühmteste Rolle von Vivien Leigh war die Scarlett in „Vom Winde verweht“. Die Frau von Laurence Olivier, die 1967 vermutlich infolge ihrer Tuberkulose starb, erhielt einen weiteren Oscar für „Endstation Sehnsucht“.

4. Das war eine Provokation im Nazi-Deutschland des Jahres 1936: Mit Jesse Owens gewann ausgerechnet ein schwarzer Athlet den 100-m-Lauf. Insgesamt gewann Owens, der 1980 einem Lungenkrebsleiden erlag, in Berlin vier Goldmedaillen.

5. Der Showmaster Peter Frankenfeld gehörte mit Sendungen wie „Vergissmeinnicht“ und „Musik ist Trumpf“ zu den beliebtesten TV-Moderatoren der 60er- und 70er-Jahre. Er starb, erst 65 Jahre alt, 1979 an einer Virusinfektion.

6. Zu seinen erfolgreichsten, eindrucksvollsten Werken zählt das „War Requiem“: Benjamin Britten, der in Großbritannien als bedeutendster Komponist seit Purcell verehrt wird, war auch Dirigent und Pianist. Britten, der sich als homosexueller Pazifist immer auch als Außenseiter fühlte, starb 1976 an Herzversagen.

7. Albert Camus heißt der Literaturnobelpreisträger, der 1960 bei einem Unfall ums Leben kam. Zu den wichtigsten Werken dieses Schriftstellers und Philosophen des Existenzialismus gehören „Die Pest“, „Der Fremde“ und „Der Mythos des Sisyphos“.

8. Als Revuetänzerin, Sängerin und Schauspielerin feierte Marika Rökk Erfolge - im Dritten Reich wie in der Nachkriegszeit. Sie starb mit 90 im Jahr 2004.

Weitere bekannte „Geburtstagskinder“ 1913 sind übrigens Richard Nixon, Rosa Parks, Robert Lembke, Burt Lancaster, Menachem Begin, Peter von Zahn, Stefan Heym, Robert Jungk, Willi Daume und Henri Nannen.

Von Mark-Christian von Busse

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