Auftakt mit Ausrufezeichen: Kasseler Weltmusikfestival

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Sorgte für Begeisterung: Der malische Gitarrist Vieux Farka Touré.

Kassel. Ein gelungener Auftakt mit Anlauf: So verlief der erste Abend des Weltmusikfestivals im Foyer der Kasseler Sparkasse, die gemeinsam mit dem Kulturzentrum Schlachthof die Konzerte dieser Veranstaltungsreihe seit 16 Jahren als interkulturelles Festmahl für musikalische Feinschmecker organisiert.

In diesem Jahr wird geklotzt und nicht gekleckert, denn der künstlerische Leiter Wolfram Benczek hat sein ehrgeiziges Vorhaben, das Festival über eine ganze Woche zu strecken, umgesetzt. Und das Programm verspricht einiges.

Die ersten Töne gehörten dem Touré-Raichel Collective mit dem israelischen Pianisten Idan Raichel und dem aus Mali stammenden Gitarristen und Sänger Vieux Farka Touré. Bassist Yankale Segal und der Percussionist Souley Kané standen den beiden Stars aus der etablierten Weltmusikliga in nichts nach und sorgten nach zähem Beginn mit schwungvollen Afrobeats, mehrstimmigem Gesang und in ihrer Schlichtheit überzeugenden Session-Arrangements für Begeisterung im vollbesetzten Saal.

Von einer ganz anderen Seite präsentierte sich dann das Quintett aus Frankreich. Bratsch ist das A-Team des Klezmer, die personifizierte Pilgerstätte des Sintijazz. Die fünf charismatischen Virtuosen sind die Zen-Meister der Mousette, Stürmischer Applaus und mehrere Zugaben beendeten ein Doppelkonzert, das ein qualitatives Ausrufezeichen zu setzen vermochte.

Nächster Termin: Dienstag, 20.30 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof: Mohammad Reza Mortazavi aus Iran.

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