Auftakt zum Stiftssommer mit Rey Valencia y Ricoson

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Zum Dahinschmelzen: Humberto Zaldivar (vorn von links), Rey Valencia, hinten Tobias Schulte, Rolf Denecke. Foto: Malmus

Kaufungen. Der Sommer steht vor der Tür. Wenn er doch nur reinkommen würde – dürften sich die Verantwortlichen Samstagabend vor dem Eröffnungskonzert des Stiftssommers in Kaufungen gedacht haben. Bis eine Stunde vor Konzertbeginn überlegte man zusammen mit den Musikern der Formation Rey Valencia y Ricoson: Spielen wir unter freiem Himmel, im malerischen Hof der Stiftskirche, oder in der Konzertscheune?

„Wir haben uns für die deutsche, die sichere Seite, also für die Scheune, entschieden“, begrüßte Sänger und Moderator Rey Valencia witzelnd das Publikum. Etwa 90 Besucher waren gekommen. Angesichts der Größe der Scheune und der Klasse der Musiker – Urban Beyer (E-Piano), Rolf Denecke (Kontrabass), Tobias Schulte (Percussion, Bongos) und als Gast und Sahnehäubchen der kubanische Trompeter Humberto Zaldivar – nicht gerade ein Ansturm.

Das DFB-Pokalendspiel dürfte der Grund dafür gewesen sein. Dem Publikum war es recht, blieb auf diese Weise doch mehr Raum zum Tanzen. Mit einem schwungvollen Cha-Cha-Cha aus Panama ging es in den Abend. Sonniges, lateinamerikanisches Flair war Trumpf. Ein gefühlvoller Bolero aus Kuba, „etwas zum Träumen“, wie Valencia anpries, folgte. Besonders bei den Balladen schmolz das Publikum nur so dahin.

Der Chilene vermag mit seiner großartigen Stimme zu wärmen und zu streicheln, zu lachen und zu weinen, aber auch zu feiern. Seiner Aufforderung, „ihr könnt ruhig tanzen“, folgten immer mehr Besucher.

Neben Valencia stand vor allem der renommierte Trompeter und Flügelhornspieler Humberto Zaldivar im Mittelpunkt. Toll, wie sein Spiel mit dem Kollektiv verschmolz, große Klasse seine Soli. Der Rest der Formation blieb etwas im Hintergrund, war für das mitreißende Klangbild aber unverzichtbar. Zudem gab es auch von Denecke, Schulte und Beyer kleine, aber feine Soli. Wird der Sommer so wie dieses Konzert, dann können wir uns freuen. Viel Beifall, zwei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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