Die Band Claptomanie verneigt sich vor Eric Clapton

Viel Applaus für Tochter und Vater: Lillith Schmidt und Kieran Schmidt im Theaterstübchen. Foto: Fischer

Kassel. Viele Bands, die die Musik ihrer Idole spielen, haben den Ruf, nicht mehr zu können, als Noten zu kopieren und halbwegs passabel abzuspielen. Und das ohne große Individualität. Ein Vorurteil, das auf die Marburger Band Claptomanie nicht zutrifft.

Am Montag gastierte die sechsköpfige Formation vor 70 Besuchern im Theaterstübchen. Der Bandname lässt leicht erraten, wem diese Musiker mit Hingabe huldigen: dem englischen Blues- und Rockgitarristen Eric Clapton, Spitzname: Slowhand. Eine lebende Legende und zudem ein ausgezeichneter Komponist und Sänger.

„Wir wollen einen Marsch durch sein Leben machen“, eröffnete Gitarrist, Sänger und Frontmann Kieran Schmidt das Konzert. Mit einem rockig kraftvollen „Cocaine“ starteten Ralf Klose (Keyboard), Jörg Sebald (Bass), Kieran Schmidt (Gitarre, Gesang), Lillith Schmidt (Gesang), Michael Witzel (Schlagzeug) und Ralf Rossbach (Gitarre) in den Abend und ließen sofort erkennen, dass sie Claptons Stücke durchaus eigenständig bis improvisationsfreudig interpretieren, ohne sich jedoch zu weit vom Original zu entfernen.

Eine schöne Nuance zudem, dass nicht nur Claptons Hit-Schatulle geöffnet wurde, sondern auch weniger bekannte Stücke zu Gehör kamen. So harmonierten Superhits wie „I Shot The Sheriff“, „After Midnight“ und „Forever Man“ mit „Willie And The Hand Jive“ , „I Can’t Stand It“ und „Have You Ever Loved A Woman“. Mitreißend rockig, knackig, bluesig kamen die Stücke aus den Boxen. Applaus auch für den Gesang von Kieran Schmidt.

Wie er die Stücke brachte, mal melancholisch, mal explosiv – großes Kompliment, Clapton fast original. Auch seine Tochter neben ihm am Mikrofon hatte ihre Einsätze. So bei Stücken, in denen Clapton zusammen mit Sheryl Crow arbeitete: „Run Baby Run.“ Leider ging ihre schöne Stimme im kraftvollen Bandsound etwas unter.

Hat Spaß gemacht, sich von dieser Band vom Claptonfieber anstecken zu lassen.

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