Das Glam-Punk-Rock’n’Roll-Gemisch zündete

Band Ace of Spades ließ es im Fiasko mehr als krachen

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„Bier kalt, Musik laut“: So lautet übersetzt der Titel der CD, die die Band Ace of Spades mit Sänger Karsten „Vince“ Köhler im Fiasko vorstellte.

Kassel. Schon cool, wenn eine Rockband ihre eigene Vorgruppe sein kann. Dieses Kunststück vollbrachte die Kasseler Formation Ace of Spades am Karsamstag im Fiasko, wo sie ihr erstes Album „Beer Cold, Music Loud“ in einem umjubelten Live-Konzert vorstellte.

Das Quartett, benannt nach dem gleichnamigen Motör-head-Klassiker, spielte ganze drei Sets – das erste davon unplugged, sozusagen als akustisches Vorprogramm und sanftes Lüftchen, bevor der dezibelstarke Sturm über die 115 Gäste hereinbrach.

Schon am Beginn zeigten Karsten „Vince“ Köhler (Leadvocals, Gitarre), Michael „Mitch“ Schäfer (Gitarre), Gerhard „Bam Bam“ Kunze (Bass, Vocals) und Karsten „Beach“ Engel (Drums, Vocals) die eigene Note, mit der sie bekannte Stücke neu interpretieren. Zum Beispiel den Doors-Song „Light My Fire“. Vom Original hat man den Orgelsound im Ohr, hier wurde der Song zum reizenden Gitarrenschmankerl.

Ein krachendes Glam-Punk-Rock’n’Roll-Gemisch zündete dann in den Hauptteilen. Die Musik ging mit adäquatem Druck in Ohren und Beine, zeigte Sänger Vince als Vokalisten, der rau wie schmachtend klingen konnte, und ließ Gitarrist Mitch immer wieder mit flirrender Geläufigkeit glänzen.

Neben vielen Hits gab’s süffige Eigenkreationen wie das punkrockige „Drink Your Beer“. Besonders interessant war es, wenn Stücke, die man aus anderen Genres kennt, ein wüstes Rockgewand verpasst bekamen – wie „Tainted Love“, weltbekannt durch das Synthie-Pop-Duo Soft Cell. Viel Euphorie, zwei Zugaben zu später Stunde.

Von Georg Pepl

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