Monogram gewinnen einen interessanten Rockbüro-Bandcontest im K19

Die Bands zeigten Flagge

Die Sieger: Philipp Jünemann (Bass, von links), Jonas Eschner (Gitarre), Jan Cöster (Keyboard) und Jannis Schapitz (Schlagzeug) von der Kasseler Band Monogram. Foto: Schachtschneider

Kassel. Seitdem sich der CD-Verkauf im freien Flug befindet, werden Konzerte für alle Beteiligten immer wichtiger. Der Kampf ums Publikum wird mit dem Säbel geführt. So leiden kleinere Veranstaltungen mit unbekannten Künstlern unter Zuschauermangel. Beim Rockbüro-Bandcontest im K 19 spielten fünf Bands vor 65 Gästen.

In früheren Jahren war es im traditionellen Veranstaltungsort Spot stets rappelvoll gewesen. Nun ist die Disko dicht, der Wettbewerb musste kurzfristig umziehen und fand auch nicht mehr wie früher in den Herbstferien statt, wie Elke Falk vom Rockbüro bedauert.

Der Zuschauerrückgang war schade, denn bei dem Blick auf das bunte Treiben an der Basis erfährt man etwas über das wahre Leben und bekommt nicht nur ein Menü serviert.

Da brummten die Verstärker, Mikrofone fielen aus, und manchmal föhnten die Dezibel einem die Haare. Doch mit welcher Ruhe man das Chaos und die logistischen Engpässe bewältigte, ja geradezu feierte, zeugte von reichlich Energiepotenzial jenseits des Mainstreams. Und auch die Bands zeigten Flagge.

Die Reggaekläuse beschworen den freien Hanfgenuss, die Ray Stress Band (3. Platz) agierte genreübergreifend mit philosophischem Sprechgesang, und Shotgun Blast pumpten sich mit schnellem Politpunk und schwerem Indierock in den Wettbewerb.

Doch die Sieger hießen Monogram, kommen aus Kassel und haben schon einiges zu bieten. Die Jungs sehen gut aus, wirkten selbstbewusst und sind auf einem guten Weg, sich im Bereich Alternative einen eigenen Stil zu erarbeiten.

Der zweite Platz ging an die Band mit dem besten Drummer an diesem Abend. René Klyszcz von Supervillain setzte mit Maske und Punch den dynamischen Höhepunkt bei treibenden Indiegrooves und Metalbeats.

Von Andreas Köthe

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