Barockes mit dem Consortium Casselanum

Barocke Klänge ohne Sänger: (von links) Katja Geismann, Günther Thomas, Giulia Glennon (verdeckt), Skerza Singer und Katarina Malzew. Foto: Schachtschneider

Kassel. Diesmal gab’s noch eine Steigerung bei den gut besuchten Kammerkonzerten im Opernfoyer. Voller Saal bis hin zu den Tischen bei der Cafeteria. Mehr als 250 Besucher erlebten die Barock-Kompetenz des Consortium Casselanum - und die launigen Bemerkungen des Moderators Tobias Geismann.

Der kündigte etwa an, dass Generalmusikdirektor Patrik Ringborg den Part von Helmut Schmidt übernehmen werde. Den krönenden Ausklang bildete nämlich Bachs Konzert für vier Cembali und Streicher a-Mll BWV 1065, das auf Vivaldis Concerto für vier Violinen basiert. Der Altkanzler hat die Bach-Version einst als vierter Pianist eingespielt.

Im Opernfoyer servierten Jörg Halubek, Giulia Glennon, Xin Tan und GMD Patrik Ringborg an vier Cembali einen präzisen Klangrausch voll motorischer Bewegung. Der manchmal fast an Minimal Music erinnernde Mix kam bestens an, und so swingte man nochmals in der Zugabe bei der Wiederholung des Finalsatzes.

Einziger Wermutstropfen des Abends: Der beliebte Bariton Stefan Adam hatte krankheitshalber abgesagt. Kurzerhand zauberte das Consortium ein Barock-Menü ohne Sänger hin. Mit silbrigem Klang verwöhnten Katja Geismann, Günther Thomas (Violine), Skerza Singer (Viola), Katarina Malzew (Cello), Heiko Pape (Kontrabass) und Giulia Glennon (Cembalo) eingangs bei einem Quartetto von Telemann.

Bei einem Concerto grosso von Francesco Geminiani gab es flottes Konzertieren mit den Oboisten Ute Liebich und Peter Schröder, bevor Jörg Halubek als virtuoser Cembalosolist in Bachs Konzert d-Moll BWV 1052 Eindruck machte. Eine prima Werbung für die Neuproduktion der Vivaldi-Oper „L’Olimpiade“ unter Halubeks Leitung. Am 9. März ist Premiere, am 4. März gibt es eine Kostprobe.

Von Georg Pepl

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