Bayreuther und Salzburger Festspiele beginnen

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Das Festspielhaus in Bayreuth.

Bayreuth/Salzburg - Mit der Eröffnung der Bayreuther und der Salzburger Festspiele an diesem Samstag erreicht der Festivalsommer seinen Höhepunkt.

Aufatmen auf dem “Grünen Hügel“: In Bayreuth regiert wieder die Musik Richard Wagners, nachdem ein lange drohender Streik bei der Eröffnungspremiere “Tristan und Isolde“ gerade noch abgewendet werden konnte. Für die 140 Bühnentechniker wurde am Freitag ein Tarifabschluss auch von Arbeitgeberseite gebilligt.

Alle Jahre wieder: Promi-Parade in Bayreuth

Angela Merkel bei der Eröffnung der 90. Richard-Wagner-Festspiele im Jahr 2001. © dpa
Thomas Gottschalk und seine Frau Thea schreiten am 25. Juli. 2005 über den Roten Teppich des Festspielhauses in Bayreuth. © dpa
Bei der Eröffnung der 89. Richard-Wagner-Festspiele gehen am 25. Juli 2000 Rudolf Moshammer (l), Roberto Blanco (r) und seine Frau Mireille über den roten Teppich am Bayreuther Festspielhaus. © dpa
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle (r) und sein Lebensgefährte, der Sportmanager Michael Mronz, kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele in Bayreuth am Freitag 25. Juli 2008. © dpa
Uschi Glas und ihr damaliger Ehemann Bernd Tewaag kommen am Sonntag 25. Juli 1999 als Festspielgäste zum Grünen Hügel in Bayreuth. © dpa
Angela Merkel unterhält sich mit Thomas Gottschalk am 25. Juli 2000 in der Pause der Opernaufführung des "Parsifal" anlässlich der Eröffnung der 89. Wagner-Festspiele in Bayreuth. © dpa
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen trifft mit ihrem Ehemann Heiko von der Leyen am 25. Juli 2006) zu den Bayreuther Festspielen vor dem Festspielhaus in Bayreuth ein. © dpa
Angela Merkel unterhält sich mit jungen Zaungästen im Juli 2008. © dpa
Die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer und Mann Hubert Haderthauer kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele in Bayreuth am 25. Juli 2008. © dpa
Das Festspielhaus in hellem Glanz. © dpa
Der Volksmusik-Moderator Karl Moik und seine Frau Edith kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele in Bayreuth am Freitag 25. Juli 2008. © dpa
Angela Merkel bei den Festspielen im Jahr 1999. © dpa
Ein Regenschirm als Souvenir. © dpa
Gerhard Schröder zeigt dem japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi am 18. August 2003 vor dem Bayreuther Festspielhaus den Weg. © dpa
Günther Beckstein (l-r), seine Frau Marga, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer stehen am  25. Juli 2008 beim Staatsempfang im Neuen Schloss Bayreuth nach der Eröffnung der Bayreuther Festspiele zusammen. © dpa
Bei der Eröffnung der 90. Richard-Wagner-Festspiele geht am 25. Juli 2001 Politikerin Claudia Roth über den roten Teppich vor dem Bayreuther Festspielhaus. © dpa
Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und seine Frau Barbara kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 25. Juli 2008. © dpa
Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer stehen am 25. Juli 2004 bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele auf dem roten Teppich vor dem Festspielhaus. © dpa
Das Festspielhaus in Bayreuth. © ap
Thomas Gottschalk und seine Frau Thea kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 25. Juli 2008. © dpa
Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer stehen am 25. Juli 2003 vor dem Bayreuther Festspielhaus. © dpa
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und seine Frau Karin kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 25. Juli 2008. © dpa
Angela Merkel bei den Festspielen im Jahr 2002. © dpa
Erwin Huber und seine Frau Helma kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am 25. Juli 2008. © dpa

Zur Auftaktpremiere der 98. Richard-Wagner-Festspiele werden wieder Ehrengäste aus dem In- und Ausland erwartet, an der Spitze Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU), EU-Kommissarin Androulla Vassiliou und der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias.

Nach dem Rückzug des langjährigen Festspielleiters Wolfgang Wagner Ende August 2008 tragen erstmals seine beiden Töchter Katharina Wagner (31) und Eva Wagner-Pasquier (64) die Verantwortung. Eine Neuinszenierung steht in diesem Jahr nicht auf dem Programm. Die “Tristan und Isolde“-Inszenierung von Christoph Marthaler ist vier Jahre alt. Ebenfalls ins vierte Jahr geht die “Ring“-Inszenierung von Tankred Dorst mit Christian Thielemann als Dirigent.

Am Sonntag ist Premiere der “Meistersinger von Nürnberg“, mit denen Katharina Wagner vor zwei Jahren ihr Regie-Debüt am “Grünen Hügel“ gab. Schließlich steht noch Stefan Herheims Deutung des “Parsifal“ auf dem Programm. Die Salzburger Festspiele stehen diesmal unter dem Motto “das Spiel der Mächtigen“. Bei der Eröffnung am Samstagvormittag wird der deutsche Bestsellerautor Daniel Kehlmann (“Die Vermessung der Welt“) die Festrede halten.

Als künstlerischer Auftakt steht dann am Abend die Neuinszenierung von Georg Friedrich Händels selten gespieltem Oratorium “Theodora“ auf dem Programm. Regie führt Christof Loy, die musikalische Leitung hat der Brite Ivor Bolton. Bereits ausverkauft ist die “Jedermann“-Premiere am Sonntag mit Peter Simonischek in der Titelrolle, Sofie von Kessel als Buhlschaft und Ben Becker als Tod.

Mit dem angekündigten Abschied der Führungsriege machten die Salzburger Festspiele in den vergangenen Monaten Schlagzeilen. Zunehmend wird kritisiert, dass die als Europas Vorzeigefestival Nummer eins geltenden renommierten Festspiele künstlerisch zunehmend verstauben. Der 2010 scheidende Salzburger Intendant Jürgen Flimm führt bei der Rossini-Oper “Moise et Pharaon“ Regie, sein Nachfolger als künstlerischer Salzburg-Chef wird Alexander Pereira. Claus Guth zeigt eine Neuinterpretation der Mozart-Oper “Così fan tutte“.

Höhepunkte des Theaterprogramms sind Friedrich Hebbels “Judith“ in der Regie von Sebastian Nübling und die deutschsprachige Erstaufführung von Peter Handkes “Bis dass der Tag euch scheidet oder eine Frage des Lichts“, eine Fortführung des Samuel-Beckett-Stücks “Das letzte Band“.

Weltstar Anna Netrebko dürfte mit einem russischen Liederabend glänzen, und der Klaviervirtuose Lang Lang gibt ein Solo-Konzert. Am Pult der Konzerte mit den Wiener Philharmonikern stehen unter anderem Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti und Franz Welser-Möst. Die Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf die Salzburger Festspiele aus - der Vorverkauf schrumpfte um etwa fünf Prozent, auffällig ist der Rückgang bei Firmenkunden.

In Bayreuth sind alle 30 Vorstellungen bis zum 28. August bereits seit Monaten ausverkauft. Ein Trost für jene, die keine Karten haben: Am 9. August wird “Tristan und Isolde“ live auf den Bayreuther Volksfestplatz und im Internet übertragen. Zum 59. Mal lädt das Festival junger Künstler rund 300 Nachwuchsmusiker aus aller Welt nach Bayreuth. Das Thema des Treffens vom 6. bis 30 August 2009 lautet “Richard Wagner und Frankreich“.

dpa

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