Neu im Kino: „American Pie: Das Klassentreffen“

Neu im Kino: American Pie - Ein Klassentreffen nach zehn Jahren 

Zwei Chaoten: Seann William Scott als Steve Stifler (links) und Jason Biggs als Jim Levenstein. Foto: nh

Wie die Zeit vergeht. Dreizehn Jahre sind ins Land gezogen, seit ein junger Mann einen Apfelkuchen für sexuelle Handlungen zweckentfremdete und damit das Genre der Teenie-Sex-Komödie fit fürs 21. Jahrhundert machte.

„American Pie“ dehnte die Grenzen des guten Geschmacks aus, blieb trotz einiger Zoten aber sympathisch – nicht zuletzt dank so großartiger Figuren wie der des Vaters, der seinem Sohn Offenheit in Liebesdingen demonstrieren will und dabei stets mehr Informationen vermittelt, als man sie von Eltern einholen möchte.

Der Apfelkuchen wurde mehrmals aufgebacken, mit und ohne Original-Stars, aber keine der Fortsetzungen hatte den Charme des Erstlings. Nun treffen sich die Helden der ersten Stunde wieder.

Keine Party ohne Stifler

Die Zeit ist nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Jim (Jason Biggs), der mit dem Kuchen, ist mit der liebenswerten, wenn auch nicht sonderlich hellen Michelle (Alyson Hannigan) verheiratet. Die beiden haben einen Sohn und sind glücklich. Ihr Intimleben ist nach der Geburt des Kindes allerdings auf der Strecke geblieben, zumindest was die gemeinsamen Aktivitäten anbelangt. Natürlich kommen Jim und Michelle gern, als sie zum Klassentreffen eingeladen werden.

Ein paar der Jungs wollen sich schon ein paar Tage vor dem großen Termin treffen, um sich bei einem Bier die alten Geschichten zu erzählen. Da sie alle mehr oder weniger erwachsen geworden sind, erzählen sie ihrem ehemaligen Kumpel Stifler (Seann William Scott) nichts von diesen Plänen, hat er doch bisher noch jede Party ins Chaos gestürzt. Aber natürlich tritt Stifler auch diesmal auf den Plan.

Die Clique von einst muss sich in der Folge mit exzessivem Alkoholgenuss, nackten, willigen Mädchen und eifersüchtigen Freunden herumschlagen.

Deftige Witze, peinliche Momente

Natürlich gibt es sie, die deftigen Witze, die äußerst peinlichen Momente und die AA-Szene. Doch haben die harmlosen „American Pie“-Gags ihr Aufreger-Potenzial längst verloren. Zunehmend häufiger brechen emotionale und romantische Momente die Komik, was die Charaktere in all ihren Nöten nur sympathischer macht.

Aber wenn es die Jungs und Mädels krachen lassen, dann ordentlich. „American Pie: Das Klassentreffen“ ist das Wiedersehen mit den alten Freunden, das man sich erhofft: bezaubernd, ein wenig versaut und ziemlich lustig.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: Drei Sterne

www.hna.de/kino

Von André Wesche

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