Dick El Demasiado im Fridericianum

Befremden über Beats

Kassel. Von seinen Fans wird er „Godfather of Digital Cumbia“ genannt. Was er unter diesem von ihm geschaffenen Kunst- und Musikstil versteht, zeigte der Niederländer „Dick El Demasiado“ am Freitagabend im Museum Fridericianum.

Es sollte ein musikalischer Abschluss der gestern zu Ende gegangenen, die Gesellschaft und Musikindustrie kritisierenden Ausstellung „Nuevos Ricos“ von Carlos Amorales in der Kunsthalle sein, denn Dick El Demasiado geht mit seiner Musik ebenso unkonventionelle künstlerische Wege. So stand der Musiker, Filmemacher, Produzent und Künstler auch schon mit vielen Musikern auf der Bühne, wobei er oftmals deren Rockmusik mit einer Fülle von Elektrobeats und -sounds sowie Videoinstallationen verknüpfte.

Leider stand er am Freitagabend gegen 23 Uhr allein auf der Bühne hinter seinem DJ-Pult und tat eben auch nicht viel mehr, als Elektrosounds aufzulegen, zu mixen und verzerrte Videos abzuspielen. Ein bisschen Scratching hier, ein bisschen unverständliches Gebrüll ins Mikrofon da. Viele der gut 80 Zuschauer standen eher befremdet denn begeistert herum.

„El Demasiado“, was soviel wie „der Übertriebene“ bedeutet, machte seinem Namen alle Ehre, doch nicht im positiven Sinn.

Von Alexander Pluquett

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.