Jacob-Grimm-Preis der Deutschen Sprache

Katharina Thalbach bekommt Jacob-Grimm-Preis in Kassel verliehen

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Erhält den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache: Schauspielerin Katharina Thalbach.

Kassel. Schauspielerin Katharina Thalbach erhält den mit 30 000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache. Die Preisverleihung findet am 8. Oktober in Kassel statt.

Die Laudatio auf die Schauspielerin und Regisseurin wird Gregor Gysi halten. Thalbach mache durch ihr Wirken auf der Bühne deutlich, „dass die Kraft der Sprache Gefühle und Stimmungen erzeugen kann“, begründete der Bamberger Sprachwissenschaftler Helmut Glück die Jury-Entscheidung. Ein Beleg für diese Wirkung von Sprache seien auch die zahlreichen und überaus erfolgreichen Hörspiele, in denen Thalbach als Sprecherin die unterschiedlichsten Charaktere darstelle.

Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird seit 2001 von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache (Dortmund) für besondere Verdienste um die deutsche Sprache vergeben. Erhalten haben ihn bislang unter anderem Udo Lindenberg, Nora Gomringer und Loriot.

Den mit 5000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache bekommt das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ in Dormagen, das Dialekte als Bestandteil der lebendigen Alltagssprache dokumentiert.

Der Institutionenpreis geht an das Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt. Das Förderprogramm verbessert während der Sommerferien die Sprachkompetenz von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund.

Zur Person

Katharina Thalbach (62, geboren in Ost-Berlin) stand seit ihrem fünften Lebensjahr auf der Bühne. Die Tochter des Regisseurs Benno Besson und der Schauspielerin Sabine Thalbach zählt zu den renommiertesten deutschen Theater- und Filmschauspielerinnen, die Liste ihrer Auszeichnungen reicht von der Schauspielerin des Jahres von „Theater heute“ (1980) über den Grimme- und den Bayerischen Fernsehpreis bis zum Deutschen Comedypreis. Thalbach feierte Erfolge am Berliner Ensemble und in der Volksbühne, ehe sie Ende 1976 mit ihrem Partner, Schriftsteller Thomas Brasch (1945-2001), nach West-Berlin übersiedelte. Sie führt selbst Regie, singt und arbeitet als Synchron- und Hörbuchsprecherin. Tochter Anna ist ebenfalls Schauspielerin.

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