Bella Bordella: Grüße aus dem Freudenhaus

Pikanterien aus dem Rotlichtmilieu: (von links) Andy Einhorn, Uli Baumann und Erich Sellheim. Foto: Fischer 

Kassel. Nicht immer passt ein Bandname so gut zu einer Spielstätte: Bella Bordella gastierte am Donnerstag in der bestens gefüllten Ekstasebar. Bella Bordella - Schlüpfriges zur Nacht? Besser, viel besser. Mit legendären Pop-, krachenden Rock- und süßlich abgeschmatzten Schlagernummern surfte das Quartett durch die Pikanterien des Rotlichtmilieus.

Personifiziert wird das Motto der verrückten Bühnenshow durch die Sängerin Uli Baumann alias Bella Bordella. In Strapsen und Mieder, frech, kokett und glaubhaft anrüchig, bediente sie das Klischee vom leichten, moralisch abgebrühten Mädchen, dessen Künste normalerweise unter Bordellscheinwerfern stattfinden.

„Ich singe für euch heute schmutzige Lieder“, begrüßte sie das Publikum und forderte „einen gespielten Orgasmus. Erst die Frauen, dann die Männer.“ Lautstark kamen die Besucher der Aufforderung nach. Mit legendären Stücken wie „Big Spender“, „Sexy Hexy“, Schlagerschnulzen wie France Galls „Wo finde ich dich?“, dem Eurythmics-Hit „Who’s that girl“ oder dem krachend gespielten „Love is a Battlefield“ von Pat Benatar sorgten die mit prächtiger Rockröhre ausgestattete Uli Baumann und ihre Band für beste Stimmung.

Garniert wurde das Ganze mit kleinen, anrüchigen Inszenierungen: Hier mal einem Besucher übers Haar gestrichen, dort sich auf einen Schoß gesetzt. Einem reichte die laszive Lady gar eine Peitsche und stöhnte: „Schlag mich.“ Kam weniger obszön als herrlich überdreht herüber. Auch ihre Band - Andy Einhorn an der Gitarre, Erich Sellheim am Bass und Hanno Janßen am Schlagzeug - hatte großen Anteil an dieser stimmungsvollen Rock-Pop-Erotik-Party. Zwei Zugaben erklatschte sich das Publikum und wollte noch mehr.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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