Branchenvertretern werden Filme gezeigt 

Filmnachwuchs von der Kunsthochschule Kassel in Berlin

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Filme aus Kassel in Berlin: Szenenbilder: „Auftauchen“ (von links), „At The Margin“ und „Pizza Party“. 

In Berlin kriegen Studenten aus Kassel die Möglichkeit Ihre Filme vorzuführen. 7 Filme von der Kunsthochschule Kassel sind dieses Jahr mit dabei. 

  • Filme aus Kassel werden in Berlin zu sehen sein. 
  • Die Filme wurden von Professoren ausgewäühlt. 
  • In Berlin wird es eine Vielfalt an Genres geben 

Kassel/Berlin – 16 Filme sind in Berlin, von den hessischen Filmhochschulen, zu sehen. Bei der Fachmesse European Film Market haben die Studierenden Gelegenheit, ihre Filmprojekte Branchenvertretern zu zeigen und Kontakte zu knüpfen. 

Die Hessische Film- und Medienakademie hFMA, ein Netzwerk der Filmhochschulen, ermöglicht das Projekt „Hessen Talents“. Die Auswahl haben Filmprofessoren getroffen. Der Filmnachwuchs zeigt sich auch im Jahr 2020 vielfältig: Experimental- und Spielfilme, Animationen und Dokumentationen sind ausgewählt worden.

Berlin: 7 Filme kommen von der Kunsthochschule Kassel

„Schmelzen“: In ihrem Filmessay geht Silke Körber der Frage nach, woran man – etwa in einer Beziehung – merkt, wenn Grenzen überschritten werden.

„Kugelmensch“ ist eine experimentelle Arbeit von Harry Besel, der sich mit Platons Mythos vom Menschen als Kugelwesen, der stets auf der Suche nach seinem passenden Gegenstück ist, auseinandersetzt. 

„Tic Tic Tack“: Theresa Lucas lässt Menschen mit dem Tourette-Syndrom von ihren Ticks erzählen und ergänzt dies mit Animationen.

„Pizza Party“:Die Computeranimation von Áron Farkas, Max Holicki und Stefan Kreller bringt Salamischeiben als Türsteher zusammen mit Skatern. Skateboardfahren war dereinst eine verachtete Nischenkultur – ebenso, so die Filmemacher, wie die Pizza, als sie mit den Migranten in Deutschland ankam. Ungeliebt von Puristen sind bis heute Kreationen wie „Pizza Hawaii“.

Filme: In Berlin werden die verschiedensten Geschmäcker bedient 

„See der Freude“: In seinem Spielfilm erzählt Aliaksei Paluyan von einem Mädchen, das vom Vater nach dem Tod der Mutter in ein Kinderheim abgeschoben wird. 

„At the Margin“: In ihrer Doku berichten Sarah Hüttner und Sita Scherer von der Insel Lesbos und dem Umgang verschiedener Betroffener mit der Flüchtlingskrise.

„Auftauchen“: In ihrer Doku stellt Annika Nesheim den hochbetagten Hans Bär vor, der nach Jahrzehnten in jenen winzigen Ort zurückkehrt, den er als junger Mann nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlassen hat.

Berlin: Auch Filme aus anderen Städten werden gezeigt

Auch die Hochschulen in Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden schicken Studierende mit „Hessen Talents“ nach Berlin. Außerdem ist der in Kassel und Offenbach ausgebildete, mehrfach preisgekrönte Animationsfilmer Jonatan Schwenk in der Reihe „Berlinale Talents“ dabei, einem viel beachteten Festivalprogramm, in dem junge Talente von Profis gecoacht werden. Sie können an Workshops und Diskussionen teilnehmen.

Während die einen Ihre Filme in Berlin präsentieren, unterrichten die anderen mit Helm. Die Kunstuni in Kassel soll schon seit Jahren saniert werden. 

Nicht nur beim Thema Filme ist die Universität Kassel gut aufgestellt. An der Kunstuni gibt es auch eine Professorin für Computerspiele, auch wenn diese noch nicht in Berlin vorgestellt wurden. 

Video: 10 mit Spannung erwartete Filme im Jahr 2020

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