Der italienische Schauspielstar

Berühmt für seine Fäuste: Bud Spencer wird heute 85 Jahre alt

Charakterkopf: Der italienische Schauspieler Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer. Foto:  dpa

Ich esse, also bin ich: Der italienische Filmstar Bud Spencer zeigt sich zu seinem heutigen 85. Geburtstag von seiner philosophischen Seite. Zumindest in seinem heute erscheinenden Buch.

In diesem Werk mit diesem Titel, das die Descartes-Weisheit „Ich denke, also bin ich“ augenzwinkernd abwandelt, verlustiert sich der Hüne, der mit Haudrauf-Komödien vom Schlage „Vier Fäuste für ein Halleluja“ berühmt geworden ist, in den Gefilden der alten Denker von Platon bis Freud.

Kabel 1 zeigt Samstag rund um die Uhr Bud-Spencer-Filme.

Die Rahmenkonstruktion: Zu einer Diät verdonnert, dümpelt Spencer nachts halb im Delirium herum, während ihm die großen Philosophen erscheinen. Er liefert sich mit ihnen gelehrte Dispute – und bringt sie schließlich mit italienischer Kochkunst und Rezepten wie „Pizza alla Kant“ und „Lasagne alla Voltaire“ zum Schweigen.

Beim Training: 1952 vor den Olympischen Spielen.

Ein amüsanter Blick in die Seele eines Schöngeists, der Bud Spencer immer war - auch schon in den Anfangsjahren seiner Karriere, als er Schwimmstar der Nationalmannschaft und 1952 Olympiafünfter war. Damals hieß der Neapolitaner noch Carlo Pedersoli, er trat mit eigenen Songs auf, und Jura studierte der Industriellensohn auch.

Bis sein Lebensweg eine ganz andere Richtung nahm und vor allem seine fliegenden Fäuste bekannt und beliebt wurden. 1967 bekam der 1,90-Meter-Mann ein Filmangebot, für das er den Künstlernamen ersann: Bud nach der Biersorte, Spencer nach Schauspieler Spencer Tracy.

Über 30 Millionen Zuschauer sahen die Filme des schlagkräftigen Duos Terence Hill (bürgerlich: Marco Girotti) und Bud Spencer. Die Komödien, oft im Westernstil, waren augenzwinkernd inszeniert, Titel wie „Gott vergibt - Django nie“, „Das Krokodil und sein Nilpferd“ und „Zwei Engel mit vier Fäusten“ zeigen den komödiantischen Anspruch, bei dem die viele Gewalt nicht wirklich brutal war. Warum die Prügeleien so beliebt waren, erklärte Spencer einmal so: „Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht irgendwann einmal gern jemanden verhauen würde.“

In Schwäbisch Gmünd ist ein Freibad nach dem Filmstar benannt - nachdem es nicht geklappt hatte, den Bürgerwunsch nach einer Tunnelbenennung durchzusetzen. Zur Einweihung sprang Bud Spencer 2011 dort selbst ins Wasser. Einen Krankenhausaufenthalt vor einigen Monaten hat er gut überstanden, berichtet Sohn Giuseppe. Bud Spencer ist seit 1960 verheiratet und hat auch zwei Töchter.

Von Bettina Fraschke

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