Voice meets Voice im Theaterstübchen

Besser und besser

Stimmungsvoll: (von links): Sabine Roppel, Heike Lehrmann, Carmine Biscosi und Stefan Metz (Gitarre, Saxofon). Foto:  Malmus

Kassel. Einmal krachte der Gitarrenverstärker von der Bühne, doch dies war nicht die einzige unliebsame Überraschung beim Auftritt der Kasseler Band Voice meets Voice im rappelvollen Theaterstübchen.

Ein Mitglied fiel wegen Erkrankung aus, und deshalb mussten die Gesangsparts kurzfristig neu aufgeteilt werden. Kein Wunder, dass man erst nach einer Weile zu einer guten Form fand.

Richtig gelöst wurde der Auftritt erst in der zweiten Konzerthälfte, wo Sabine Roppel und Carmine Biscosi ihre sängerischen Qualitäten im besten Licht zeigten. Roppel lasziv jazzig, etwa im Trio mit dem Bassisten Rolf Denecke und dem Schlagzeuger Christian Svenson bei Gershwins „Slap that Bass“. Biscosi beim Italo-Hammer „Caruso“ und dem herrlich sentimentalen Cohen-Song „Hallelujah“, den es als Geschenk für den verdienstvollen Theaterstübchen-Chef Markus Knierim gab.

Außerdem in der versierten Band: Rolf Dresseler an den Tasten und der vielseitige Stefan Metz, der dynamisch Gitarre spielte, zum Sopransaxofon griff und sich in „An Land“ von Element of Crime als Vokal-Spezialist für deutsche Lieder empfahl. Als Gastsängerin wirkte bei einigen Stücken Heike Lehrmann mit, und zuletzt kam noch Anja Lang hinzu.

Roppel und Lang, beide aus dem Opernchor des Staatstheaters, sangen zum Ausklang ganz klassisch den Abendsegen aus Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“: die beschauliche dritte Zugabe an einem mit kräftigen Beifall bedachten Abend.

Von Georg Pepl

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