Vorentscheid zum Eurovision Song Contest

Süße Schwedin: Retro-Pop mit Betty Dittrich

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Eine Schwedin in Berlin: Die Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest hat Betty Dittrich (28) und ihre Sixties-Pop-Songs bekannt gemacht.

Wer Betty Dittrich beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gesehen hat, kann nicht glauben, dass einige Männer in Berlin ziemlich sauer auf die Sängerin sein sollen. Mit „LaLaLa“ war die 28-jährige Schwedin aus der deutschen Hauptstadt zwar nur Achte, aber auch Siegerin der Herzen geworden.

Sogar der Rapper Casper twitterte vorab, seine Fans sollten für die „gute Type“ und ihren „Spitzensong“ abstimmen.

Man kann nicht anders, als Dittrich und ihre Musik süß zu finden. Doch auf ihrem Debütalbum singt die aus Malmö stammende Musikerin: „Vielleicht seh ich wie ein Engel aus, doch dann kommt der Teufel raus.“ Und: „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen alle nach Berlin. Zum Sterben sexy.“

Wenn man Dittrich fragt, ob sie nun gut oder böse sei, sagt sie mit ihrem hübschen schwedischen Akzent: „Ich bin ein bisschen von beides. Ich war nicht immer nett zu den Männern und habe viele Herzen gebrochen.“ Vielleicht haben ihre Ex-Freunde aus Trotz statt für Dittrich für den ziemlich tumben Eurodance-Pop von Cascada gestimmt, der nun im Mai in Malmö für Deutschland ins Rennen geschickt wird. Dabei hätten sich mit ziemlicher Sicherheit auch die Schweden in ihre Landsfrau verliebt.

Dittrich fand ihre Teilnahme an der ARD-Show in Hannover trotzdem „eine gute Erfahrung“, wie sie unserer Zeitung sagt: „Dadurch haben viele meine Musik entdeckt.“ Mit ihrem Debütalbum beweist das „böse Mädchen“, dass es sich auf gute Songs versteht. Die 13 Lieder klingen nach Retro-Pop und Schlager, nach The Mamas and the Papas und Wencke Myhre. Einige Kritiker halten die Newcomerin sogar für „die deutschsprachige Brigitte Bardot“.

Hippie-Einflüsse

Schon als Kind hat Dittrich gern 60er-Jahre-Filme gesehen und die Hippie-Platten ihrer Eltern gehört. „Ich bin neidisch auf meine Eltern, sie haben so viele tolle Künstler live gesehen. Das war eine supergeile Zeit“, sagt die Multiinstrumentalistin, die an der renommierten Kulturama-Schule in Stockholm eine Ausbildung zur Sängerin absolviert hat.

2009 zog sie nach Berlin und lernte die neue Sprache ohne einen Deutschkurs, dafür „von Freunden auf der Straße“. Ihre Songs im Vintagesound klingen schlicht und drehen sich meist um die Liebe. Manche halten das für keine große Kunst, aber Dittrich sagt: „Die einfachsten Songs sind die schwersten.“

In Berlin liebt sie die multikulturelle Atmosphäre, nur einen neuen Mann gibt es nicht in ihrem Leben. Ihre Wohnung in Neukölln teilt sie mit einem Mops: „Er ersetzt meine große Liebe“ Dem Hund würde das „böse Mädchen“ bestimmt niemals das Herz brechen. (Matthias Lohr)

Betty Dittrich: Gute Jungs, böse Mädchen (Emi).

Wertung: 4 von 5 Sternen

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