Breitenau taucht in vielen Künstler-Arbeiten auf

Ein Bezugspunkt dieser documenta

Pilgerort für documenta-Künstler: Das Kloster in Guxhagen-Breitenau. Archivfoto: De Filippo

Kassel/Guxhagen. Das Kloster Breitenau aus dem frühen 12. Jahrhundert ist unmittelbar in die documenta 13 eingebunden: Auf Einladung der künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev haben in den vergangenen zwei Jahren mehr als 100 documenta-Künstler aus der ganzen Welt das ehemalige Benediktinerkloster Breitenau besucht, das heute eine psychiatrische Einrichtung beherbergt.

Dr. Gunnar Richter, Leiter der dortigen Gedenkstätte, führte die Künstler über das Gelände. Dort befand sich zwischen 1933 und 1945 ein Konzentrations- und Straflager und später ein Mädchenerziehungsheim. Der Ort sei den Arbeitsprozessen der documenta 13 eingeschrieben, heißt es im Katalog. Richter selbst informiert in der Karlsaue regelmäßig über Breitenau.

Judith Hopf ist die einzige documenta-Künstlerin, die dort eine Arbeit eingerichtet hat. Alle anderen Kunstwerke mit Bezug zur Klosteranlage befinden sich in Kassel. Dazu gehört die Video-Projektion, die Clemens von Wedemeyer im Nordflügel des Kulturbahnhofs zeigt. Der 1974 in Göttingen geborene Künstler schickt den Betrachter auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert. In drei Etappen oder Wirklichkeitsebenen erzählt er Szenen aus der Geschichte Breitenaus.

In der Handwerkskammer am Ständeplatz wird diese anhand von Fotos und einer Audio-Installation anschaulich, die Ines Schaber und Avery F. Gordon entwickelt haben. Die Kroatin Sanja Ivekovic schließlich hat die vermeintlichen Gründe für die Inhaftierung im KZ auf Plakate drucken lassen, die im Kasseler Stadtraum aufgehängt wurden. (lgr/vbs)

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