Delia Henss aus Schwalmstadt stellt in der Galerie 3A an der Fulda großformatige Gemälde aus

Bilder, die das Unsichtbare bergen

Kräftig: „Taxe (für Tania Blixen)“ aus Delia Henss’ Serie „Von Tisch und Bett“. Fotos: nh 

Kassel. Eigentlich ist alles ganz einfach für Delia Henss. Sie sei, sagt die Künstlerin, eine gegenständliche Malerin, nur dass man dies eben nicht mehr sehe. Ein ungewöhnliches und verblüffendes Statement in der Galerie 3A, dem alten Kapitänshaus an der Fulda.

Auf den ersten Blick sieht man abstrakte Malerei, kräftige Farben, pastos oder lasierend auf die Leinwand gebracht, Farbflächen, die aneinanderstoßen, sich überlappen und doch eine genaue Komposition erzeugen. Delia Henss malt in Serien, durchstreift ihren Alltag und findet ihre Motive wie das der großformatigen Bilder aus dem Zyklus „Von Tisch und Bett“.

Tische sind Erinnerungsstätten, bergen unsichtbar, was darauf geschehen ist. Auch die Werke dieser Malerin verbergen „absichtlich“ das „Insichtlich“: Entschlüsselungs-Bilder, die Betrachtungsangebote machen. Frühe Werke ergänzen das Bilder-Panorama: Das Hasenglas (1986) ist da eine ebenso witzige wie ungewöhnliche Ansicht aus dem Ottoneum.

Delia Henss, „Absichtlich und insichtlich.“ Malerei. Bis 4. 7. Galerie 3A, Salztorstraße 3A, Mi und Do 15.30-18 Uhr.

Von Juliane Sattler

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