Das Musikzentrum im Kutscherhaus (MiK) stellte seine Jazz-Formationen im Schlachthof vor

Blaue Noten und ein Halleluja

Volles Engagement beim Konzert der MiK-Ensembles: Unser Bild zeigt die Blue Note Jazzband mit (von links) Peter Buntrock, Oluf Richert, Berthold Curth, Thomas Hoffmann und Martina Preuß. Foto: Malmus

KASSEL. Viel zu tun hatte der Kasseler Jazzmusiker und Musikschullehrer Albrecht Schmücker im Kulturzentrum Schlachthof. Das Musikzentrum im Kutscherhaus (MiK) stellte dort die von Schmücker geleiteten Jazzensembles vor, da war voller Einsatz gefragt. Vor der Bühne schnippte der Pädagoge den Takt an kniffligen Stellen, hob auch mal ein Notenblatt auf, das sich in der Hitze des Jazzgefechts selbstständig gemacht hatte. Und er sang ein Solo. Ein Halleluja.

Nicht die barocke Händel-Version gab’s, sondern den auf besinnliche Weise ebenso starken Hallelujah-Song von Leonard Cohen. Schmücker war dabei Teil einer A-cappella-Gruppe mit dem originellen Namen „fis-Filet“. In der zweiten Hälfte der MiK-Jazznacht servierte sie Filetstücke wie Stings „Fragile“. Das war einnehmend, denn beim Singen schwang die besondere Emotion mit.

Zugabenwünsche erspielten sich danach als fortgeschrittenste Band die sieben Mitglieder des Golden Globe Orchesters. Mit dabei bekannte Musiker wie Valerij Geneberg (Trompete) und Werner Kiefer, den man in ungewohnten Aufgaben erlebte. Man kennt Kiefer als Profi-Saxofonisten, doch hier zupfte er die tiefen Saiten - ein Liebhaber-Kontrabassist sozusagen.

Vielfältig kreativ

Begonnen hatte die gut besuchte wie kräftig applaudierte Jazznacht mit den jeweils aus acht Mitgliedern bestehenden Gruppen Blue Note Jazzband und Green Card Jazzensemble. Sie waren vielfältig kreativ, denn bei den „Grünkärtlern“ erklangen auch Kompositionen der Bandmitglieder Werner Berndt und Bernhard Nagel.

Auch wenn nicht jeder Ton an diesem Abend perfekt saß, bestätigte er doch eins: Musik ist das Filetstück unter den Hobbys.

Von Georg Pepl

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