Freddy Fischer und seine Cosmic Rocktime Band entführten die Besucher im K 19 in die tanzbare Disco-Welt der 70er

Was bleibt, ist ein beschwingtes gutes Gefühl

Kassel. Wenn Freddy Fischer mit seiner Cosmic Rocktime Band die Bühne betritt, beginnt unweigerlich eine kleine Zeitreise. Elvis meets Helge Schneider und James Brown. Schlaghosen, Pornobrille und üppige Koteletten stehen deutlich im Zeichen der 70er. Auch musikalisch knüpft Freddy Fischer genau hier an.

Die Berliner Band um den charismatischen Frontmann macht Unterhaltungsmusik mit deutlichem Disco-Flair. Und das geht in die Beine. So geschehen auch am Donnerstagabend, als Freddy Fischer and his Cosmic Rocktime Band dem Kasseler K19 einen Besuch abstatteten.

Das 45 Mann starke Publikum gab sich unbeschwert dem leichten Discosound hin und tanzte, was das Zeug hielt. Das ist wohl im Besonderen den zahlreichen Anleihen aus Funk und Soul zu verdanken.

Die deutschen Texte richten sich ebenso stark nach dem 70er-Jahre-Discoschlager wie ihre instrumentale Untermalung. Inhaltlich verschreibt sich Fischer der Einfachheit, nicht ohne seinem Publikum ein kleines ironisches Augenzwinkern mit auf den Weg zu geben.

Egal, ob bei „Mädchen von der Bahn“, „Halt mein Herz“ oder „Superdisco“ - die Songs werden nicht von kompliziert verschachtelten oder übermäßig poetischen Texten bestimmt, vielmehr geht es hier primär um die Tanzbarkeit. Und das außerordentlich effektiv.

Fischer lebte es selbst ekstatisch auf der Bühne vor. Kaum eine Minute hielt es ihn ruhig an seiner Orgel. Beim Griff in die Tasten tanzt und springt er showträchtig und äußerst unterhaltsam mit. Eine solche Art von Körpereinsatz belohnte das Publikum prompt. Es wundert nicht, dass derartige Spielfreude und physisches Engagement mitreißen müssen.

Was nach dem Auftritt bleibt, ist ein beschwingtes Gefühl und gute Laune. Die ansteckenden Melodien, aber vor allem die äußerst unterhaltsame Darbietung machten einfach nur Spaß.

Von Saskia Schenk

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