Es bleibt ein Geheimnis - TV-Kritik des Frankfurter "Tatort"

Das Frankfurter Ermittler-Duo Conny Mey (Nina Kunzendorf) und Frank Steier (Joachim Król) ermittelten am Sonntagabend zum dritten Mal in einem "Tatort".

In dem Fall "Es ist böse" ermitteln die beiden Polizisten in Morden an Prostituierten.

Großartig. Wieder einmal. Die Frankfurter „Tatorte“ sind zurzeit einfach klasse. Auch in ihrem dritten Fall „Es ist böse“ begeisterte das Ermittlerduo Steier/ Mey (Joachim Król und Nina Kunzendorf). Wer unbedingt Kritikpunkte finden will: Der Täter wurde etwas holprig eingeführt.

In jener Szene, in der er von seiner Gerade-noch-Freundin angeschnauzt und gedemütigt wurde, vermied es Regisseur Stefan Kornatz, sein Gesicht zu zeigen. Das war ein recht bemühter Trick, um die Spannung aufrechtzuhalten. Auch wurde das unaufgelöste Geheimnis, das die Kommissarin umgab und psychisch wie physisch fast fertigmachte, wenn es um Gewalt gegen Frauen ging, optisch ziemlich aufgebauscht: Die blutigen Leichen hätten nicht so oft eingeblendet werden müssen.

Aber: Das mindert kaum den tollen Krimiabend mit der spannenden Story von Lars Kraume. Und den begeisternden Darstellerleistungen von Joachim Król als fürsorglichem Kauz und vor allem der wunderbaren Nina Kunzendorf. Sie verwandelt sich höchst überzeugend in diese taffe Frau mit Kämpferherz, prolligem Hintergrund und komischen Girlie-Klamotten.

Von Bettina Fraschke

Fotos: Tatort - Die 18 Ermittler-Teams

Die Ermittler-Teams beim Tatort

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