Schwerpunkt liegt auf Bildhauerei: Die Galerie Melchior zeigt Werke von acht Künstlern

Blick ins Schatzkästchen

Mit einem Augenzwinkern: Arbeit von Eberhard Szejstecki. Fotos: De Filippo

Kassel. In einem Schatzkästchen bewahrt man Kostbares und Besonderes auf. Kleine Dinge, die einem etwas bedeuten. Ganz ähnlich ist das bei der aktuellen Ausstellung in der Galerie Karin Melchior. Die Schau zeigt außergewöhnliche Werke von acht Künstlern. Wunderbare Entdeckungen, die durch Handwerk und Originalität beeindrucken.

Ganz wörtlich hat der japanische Künstler Masa-aki Maruyama das Thema „Schatzkästchen“ genommen. Seine Bronzen, die er nach dem Guss mit Farbpigmenten und Wachs bearbeitet, präsentiert er in einer Holzkiste. Eingeschlagen in ein rotes Tuch erinnern sie an ein wertvolles Geschenk.

Humorvoll sind die Skulpturen von Eberhard Szejstecki. Seine Figuren aus Bronze und Terrakotta tragen Titel wie „Radikalheinz“ oder „Der Asket“. Zentrales Thema ist das Menschsein in all seinen Facetten, jedoch stets mit einem Augenzwinkern.

Eine erstaunliche Leichtigkeit besitzen die Arbeiten von Rainer Henze. Die filigranen Skulpturen aus Stahl und Edelstahl wirken wie Scherenschnitte: ein Stelzenläufer, tanzende Paare und Menschen, die zu schweben scheinen.

Einen interessanten Gegensatz zu den skulpturalen Arbeiten bilden die Ölgemälde Manfred Binzers, die von großen Flächen dominiert werden. Der Künstler trägt die leuchtenden Farben in mehreren Schichten auf, überstreicht sie und lässt sie bewusst verlaufen.

Interessanter Gegenpol sind Weißflächen, die die Bilder unfertig erscheinen lassen. Im Schatzkästchen der Galerie liegen außerdem Goldschmuck und Bronzefigurinen von Nele, Skulpturen von Livia Kubach und Michael Kropp sowie Bronzen von Rainer Kriester.

Bis 18. Dezember in der Galerie Melchior, Terrasse 15, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung, Tel. 0561/16730 oder Tel. 0152/54667271.

Von Pamela De Filippo

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