Das Kasseler Jazz-Trio beendete die Bergpark-Saison in Wilhelmshöhe - 5000 Besucher erlebten die 24 Konzerte

Blue Break spielte - und die Zeit verging wie im Flug

Kassel. 60 Jahre ist ein Alter, das in Jazzkreisen keine Seltenheit darstellt. Dass dagegen ein ganzes Trio gemeinsam erst 60 Jahre zählt, ist durchaus die Ausnahme. Trotz des jungen Alters von Max Mäckel (Klavier), Judith Krischke (Kontrabass) und Karl Degenhardt (Schlagzeug) kann das Trio Blue Break bereits mehrere Auszeichnungen vorweisen.

Sonntagmittag bestritten die Kasseler Musiker das Finale der sommerlichen Bergparkkonzerte. Bei 24 Konzerten und insgesamt 5000 Zuschauern konnte Organisator Hartmut Schmidt mit der abgelaufenen Saison zufrieden sein. Erstmals fanden in diesem Jahr zusätzlich Konzerte am Sonntagnachmittag statt, die ähnlich gut wie die Mittagskonzerte aufgenommen wurden.

Dass den Zuhörern trotz freiem Eintritt musikalische Topleistungen geboten wurden, zeigte sich auch zum Abschluss. Darüber hinaus hatte das mittlerweile weit über Kassel hinaus bekannte Ensemble als besonderes Schmankerl seine neue CD „Platform“ im Gepäck. Wobei der Titel „Disorientation“ für das launische Wetter an diesem Vormittag stand. Glücklicherweise zeigten sich die drei Musiker alles andere als desorientiert und bestachen mit packender Dynamik. Schließlich konnten die rund 200 Zuschauer gar nicht anders, als im Rhythmus des perfekt harmonierenden Ensembles mitzuwippen oder bei den geheimnisvollen Klängen des Titels „Cold Snow“ eine Gänsehaut zu entwickeln.

Mal klassisch oder auch abstrakt schattiert, präsentierten sich die rhythmisch und harmonisch einfallsreichen Eigenkompositionen der drei Musikstudenten, die selbst bei den verzweigtesten Klanglabyrinthen einen tonalen mit wunderschönen Jazz-Klavier-Voicings versehenen Ausgang fanden. Dabei schien die Zeit wie im Flug zu vergehen.

Von Sebastian Krämer

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