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Formation Blues Juice mit einer Hymne auf die Frauen

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Blues Juice: Gitarrist Peter Will und Frontfrau Katharina grote Lambers.
Blues Juice: Gitarrist Peter Will und Frontfrau Katharina grote Lambers. © Andreas Fischer

Die Band Blues Juice überzeugte bei ihrem Auftritt im Theaterstübchen in Kassel.

Kassel – Sie ist Krankenschwester, Chefin oder Dienstmädchen. Sie macht Überstunden, sie ist unterbezahlt. Um die arbeitende Frau kreiste eine sozialkritische Hymne, die am Sonntag im bestens gefüllten Theaterstübchen zu hören war. Im Geiste galt es, die Gläser zu erheben, denn der Refrain lautete: „So get your glass up for the working woman.“

Der Song passte hervorragend ins Konzept der regionalen Band Blues Juice. Zum ersten Mal trat sie im Club in der Jordanstraße auf und überzeugte dabei sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Die fünfköpfige Gruppe spielte alte wie neue Bluesstücke aus mehreren Jahrzehnten – mit besonderem Augenmerk auf Musik von Frauen.

So gab es handverlesene Songs von Memphis Minnie („Moonshine“), Bessie Smith („Do Your Duty“), Janis Joplin („Move Over“) oder der 1964 in Texas geborenen Ruthie Foster. Von ihr stammten die eindrucksvollen Lieder „Good Sailor“ und eben „Working Woman“.

Prima eingespielt, schöpfte das Quintett alle Facetten des Genres aus – swingend, rockig oder gefühlsbetont. Da war die markante Stimme von Katharina grote Lambers aus Hofgeismar, die auch als bildende Künstlerin aktiv ist. Ihr stilecht raues Timbre klang mal kraftvoll, mal melancholisch.

Hinzu gesellten sich Instrumentalisten, die auch sangen, was zum harmonischen Sound der Gruppe beitrug. Als da waren: Andreas Bräuer, der mit ausgefeilten Soli an der E-Gitarre punktete, Peter Will (Akustik-Gitarre), Olaf Neitzel (Bass) und dazu Werner Sostmann (Schlagzeug).

Neben Songs von Frauen hatte die Formation auch „männliche“ Titel auf Lager – etwa „White Room“ der britischen Rockband Cream. Daneben servierte sie Eigenkompositionen, die allesamt mit den gecoverten Stücken mithalten konnten.

Sympathisch moderiert wurde der Abend obendrein – eine runde Sache. Das Publikum jubelte und freute sich über zwei Zugaben.

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