Viel Applaus für Brixtonboogie im Schlachthof

Der Blues als Pate

Kreatives Kollektiv: Die Band Brixtonboogie beim Auftritt im Schlachthof. Foto:  Fischer

Kassel. Cool und knackig legte das Blueskollektiv Brixtonboogie beim Auftritt im Schlachthof am Freitag mit dem Stück „Heaven“ los. Im Gepäck das neue Album „Crossing Borders“. Die Stimmung im gut gefüllten Saal stieg rasch an.

Zu hören bekam man Blues, Funk, Rock, HipHop – doch nicht nacheinander, vielmehr ineinander verschmolzen. Vier Musiker standen vorm Mikrofon. Heißt das, es gab vier Sänger? Kann man so nicht sagen. Frontmann, Musikproduzent und Bandgründer Krisz Kreuzer sang zwar ab und zu mit, in erster Linie aber setzte er mit seiner Bluesharp Akzente. Neben ihm wirkte Sängerin Nataly Dorra, deren Stimme an Tina Turner erinnert. Bis auf die wenigen Balladen („Love Ain’t Just A Word“, „Back Home“), in denen ihre Gesangstechnik die Emotion überlagerte, zeigte sie sich als Ausnahmesängerin. Bezeichnend für das Gefüge dieser Band ist es, dass die Stimmkraft der Sängerin eben nur einer von mehreren Klangbausteinen ist. Zwei andere sind der Mann mit der dunklen Bluesstimme, der 71-jährige New Orleanser Wayne Martin, und der 23-jährige AJay, eine charismatische Figur in Sachen HipHop.

2004 brachte seine alte Blues-Plattensammlung Bandchef Krisz Kreuzer auf die Idee, eine moderne Version dieser Musik zu kreieren. Was dabei herauskam, beeindruckte sogar Größen wie Tom Waits. Ein gelungenes Unterfangen.

Ebenfalls markant für die Musik von Brixtonboogie: Verschiedene musikalische Welten, verschieden geprägte Musiker kommen hier zusammen – was alle eint, ist der gute alte Blues. Das Publikum spendete viel Applaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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